Tel Aviv - Tausende Menschen haben die Region bereits verlassen. Ziel der Flüchtlinge ist zum Beispiel Jerusalem, das wegen der auch den Muslimen heiligen Stätten als weitgehend sicher vor feindlichen Angriffen gilt. Im Süden des Landes, der außerhalb der Reichweite irakischer Raketen liegt, wurden 2400 Familien aus Tel Aviv registriert.
Ministerpräsident Ariel Scharon war anderthalb Stunden vor Beginn der Luftangriffe von den USA gewarnt worden, sagte ein Regierungssprecher. Einige Botschaften in Tel Aviv arbeiteten am Donnerstag nur mit Notbesetzung, Flüge wurden storniert. Im vergangenen Golfkrieg feuerte der Irak Raketen auf Tel Aviv und weitere israelische Städte. Israelische Experten halten die Gefahr aber für gering, dass sich solche Angriffe jetzt wiederholen. Dennoch stellte Außenminister Silwan Schalom klar, Israel wolle sich aus dem Konflikt heraushalten. "Israel ist nicht Teil der Militäroffensive gegen den Irak und will da nicht hineingezogen werden", so Schalom. Im Fall eines irakischen Angriffs hat sich das Land aber Vergeltung vorbehalten.
Unterdessen versammelten sich 700 Palästinenser, größtenteils Schüler, zu einer Sympathiekundgebung für den Irak in der Stadt Beit Hanun im nördlichen Gaza-Streifen. Sie schwenkten irakische Flaggen und Poster mit dem Abbild Saddam Husseins und verbrannten zwei amerikanische Fahnen. Ein Sprecher der militanten Hamas erklärte, seine Organisation werde den Kampf gegen Israel fortsetzen, aber keine amerikanischen Einrichtungen angreifen.
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