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Ankunft in Europa: Bush in Prag - Proteste gegen Raketenabwehr

US-Präsident Bush ist heute Abend in der tschechischen Hauptstadt Prag eingetroffen. Dort will er mit der Regierung vor allem über das geplante Raketenabwehrsystem sprechen, das in Tschechien und Polen auf Ablehnung stößt. Bushs Ankunft wurde gleich von Protesten begleitet.

Prag - George W. Bush will sich morgen mit dem tschechischen
Ministerpräsidenten Mirek Topolanek treffen. Dieser hat erklärt,
das Raketenabwehrsystem werde auch die Sicherheit in Tschechien verbessern. Außerdem ist ein Gespräch mit Präsident Vaclav Klaus geplant, der vor einer Entscheidung noch weitere Informationen fordert. Kritiker in Tschechien befürchten, dass das Land mit dem Raketenschild zum Ziel von Terroristen werden könnte. Außerdem erwarten sie eine Verschärfung der Spannungen zwischen Washington und Moskau.

Unwillkommener Gast: Proteste gegen US-Präsident Bush in Prag
DPA

Unwillkommener Gast: Proteste gegen US-Präsident Bush in Prag

Am Abend versammelten sich bereits hunderte Demonstranten in der Prager Innenstadt. Für morgen sind weitere drei
Protestkundgebungen gegen das Raketenabwehrsystem angekündigt.

"Lieber Mr. President, wir möchten Sie in Prag willkommen heißen. Aber erwarten Sie nicht, dass irgendjemand sie gerne treffen möchte", schrieb die Zeitung "Blesk" in einem offenen Brief an Bush. "Sie kommen, um Ihr Radar zu verteidigen, das die meisten Tschechen nicht haben wollen." In Umfragen erklärten mehr als 60 Prozent der Tschechen, sie lehnten eine Stationierung der Radaranlagen für die Raketenabwehr ab.

kai/AP/AFP

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