Annäherung von Nord- und Südkorea K-Popstars aus Seoul sollen in Pjöngjang auftreten

Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt ist in Nordkorea ein Konzert mit südkoreanischen Musikern geplant. Seoul schickt 160 Künstler ins Nachbarland, der Auftritt soll "Frieden und Versöhnung" dienen.

K-Popband Red Velvet
AP

K-Popband Red Velvet


Vertreter aus Süd- und Nordkorea haben sich am Dienstag in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern zu Gesprächen getroffen. Anschließend kündigte die Regierung in Seoul an, dass insgesamt 160 Künstler aus dem Land zwischen dem 31. März und dem 3. April in Pjöngjang auftreten werden. Dazu gehören Poplegenden wie Cho Yong Pil und Choi Jin Hee, die K-Popgruppe Red Velvet und Seohyun, ehemaliges Mitglied der bekannten K-Popband Girls' Generation.

Der Norden habe eine entsprechende Einladung ausgesprochen, um die "Dynamik für Frieden und Versöhnung" beizubehalten, hieß es aus Seoul. Den Angaben zufolge wurden südkoreanische Künstler zuletzt im Jahr 2005 für Auftritte ins Nachbarland geschickt.

Südkoreanischer Sänger Cho Yong Pil (2013)
REUTERS/Yoo Yong-suk/Yonhap

Südkoreanischer Sänger Cho Yong Pil (2013)

Das international isolierte Nordkorea hatte zuletzt an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilgenommen. Bei einem Treffen in Pjöngjang vereinbarten eine südkoreanische Delegation und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zudem ein Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Kim, das Ende April in Panmunjom stattfinden soll. Auch ein Treffen von Kim und US-Präsident Donald Trump ist noch vor Mai geplant. Am Mittwoch sagte Moon, er halten einen Dreiergipfel von Nord- und Südkorea sowie den USA für möglich, dies wäre ein "historisches Ereignis".

Während der Olympischen Winterspiele im Februar waren 140 Mitglieder des nordkoreanischen Samjiyon-Orchesters in Südkorea aufgetreten und dort auf enormes Interesse gestoßen. Im Rahmen der Spiele waren auch Red Velvet zu sehen, laut CNN gaben sie dabei unter anderem ihre Hits "Peek-a-boo" und "Bad Boy" zum Besten.

aar/AFP



insgesamt 9 Beiträge
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jetbundle 21.03.2018
1. Wirklich?
Ich vermute mal dass das gezeigte Video zumindest nicht im nordkoreanischen TV gezeigt werden wird.
tarik.akguel 21.03.2018
2.
Finde ich gut. Es wird Zeit dass sich diese beiden Länder langsam annähren und eventuell dieser kalte Krieg wenn ich es so nennen darf zu Ende geht.
robert.haube 21.03.2018
3. Pop-Sternchen
Bei meinem Besuch in Pjöngjang (Sept. 2015) war ich auf 2 Konzerten. Das war schon mindestens eine Klasse besser als dieses seichte Pop-Gedudel aus dem Süden. Das Musik-interessierte Publikum der beiden geplanten Auftritte wird es aber mit Höflichkeit ertragen. Wichtig ist natürlich der politische Effekt, der eine Wiedervereinigung im Kleinen darstellt und dann hoffentlich auch bejubelt werden wird.
Rubyconacer 21.03.2018
4. K-Popstar
Was ist ein K-Popstar? Leider wird es nicht erklärt. Und ich frage mich immer, wieso junge Frauen in Korea und besonders Japan im wie alte Omis gestylt herumlaufen. Naja, ist eine andere Kultur. Chinesinnen laufen auch mit vor Fett glänzendem Gesicht öffentlich herum.
jhea 21.03.2018
5.
Zitat von RubyconacerWas ist ein K-Popstar? Leider wird es nicht erklärt. Und ich frage mich immer, wieso junge Frauen in Korea und besonders Japan im wie alte Omis gestylt herumlaufen. Naja, ist eine andere Kultur. Chinesinnen laufen auch mit vor Fett glänzendem Gesicht öffentlich herum.
K bzw J steht für Korea oder Japan... und was ein Popstar ist, das dürfte ja bekannt sein, oder? Also K-Pop -= koreanische Popmusik J-Pop = japanische Popmusik ;)
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