Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Anschläge in Frankreich: Die Opfer von Paris

Französische Botschaft in Rom: Weltweit trauern Menschen um die Opfer von Paris Zur Großansicht
DPA

Französische Botschaft in Rom: Weltweit trauern Menschen um die Opfer von Paris

Die Terrorserie von Paris hat mindestens 129 Menschen das Leben gekostet. Unter den Opfern befindet sich auch ein Deutscher. Noch konnten nicht alle Toten identifiziert werden.

Bei den Terroranschlägen von Paris sind mindestens 129 Menschen getötet worden, darunter 23 Ausländer. Bis zum Sonntagmittag wurden 103 Tote identifiziert.

Unter den Todesopfern befindet sich mindestens ein Deutscher. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Sonntag in Berlin mit. Aus dem Außenministerium hieß es weiter, der Krisenstab und die Botschaft in Paris seien in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Es lägen noch keine vollständigen Angaben über die Identitäten der Verletzten vor.

Unter den Opfern sollen sich auch ein Spanier, ein Marokkaner und ein Italiener befinden. Auch die USA, Schweden und Großbritannien bestätigten, jeweils einen Staatsbürger bei den Anschlägen verloren zu haben. Zudem stammen demnach jeweils zwei Todesopfer aus Rumänien, Mexiko, Tunesien und Algerien. Mindestens drei Belgier, drei Portugiesen und drei chilenische Staatsbürger haben bei den Anschlägen ihr Leben verloren.

Der französische Fußball-Nationalspieler Lassana Diarra (Olympique Marseille) trauert um seine Cousine. Das bestätigte der 30-Jährige am Samstag auf seiner offiziellen Facebookseite. "Meine Cousine Asta Diakite ist unter den Opfern bei einer der Schießereien. Sie war für mich ein Vorbild, eine Unterstützerin, eine große Schwester", schrieb er.

Trauer in Europa

Mit einer Gedenkmesse in der Kathedrale Notre-Dame hat Frankreich die Opfer der Terroranschläge gewürdigt. Zu der Messe waren unter anderem die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, und die ehemaligen Premierminister François Fillon und Alain Juppé gekommen. Auch der frühere französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing hatte in der ersten Reihe Platz genommen.

Der Gottesdienst fand unter scharfer Bewachung statt. Die Kathedrale war von der Polizei umstellt worden und mit Barrikaden abgesperrt. Beamte untersuchten die Taschen der Teilnehmer.

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben für diesen Montag um 12 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Das Gute ist stärker als das Böse", schrieben sie am Wochenende in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den EU-Institutionen. "Wir werden alles Notwendige tun, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen." Die Anschläge von Paris seien ein Angriff gegen alle EU-Staaten.

asc/dpa/AFP/Reuters

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: