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Terror in Frankreich: Ermittler veröffentlichen Fahndungsfoto

Nach den Anschlägen in Paris hat die französische Polizei einen Verdächtigen ausgemacht: Salah Abdeslam. Der 26-Jährige gilt als gefährlich und soll auf der Flucht sein.

Der Verdächtige   Salah: 1,75 Meter groß, braune Augen Zur Großansicht
AFP / POLICE NATIONALE

Der Verdächtige Salah: 1,75 Meter groß, braune Augen

Die französische Polizei hat nach den Anschlägen von Paris das Fahndungsbild eines Verdächtigen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Der 26-jährige Salah Abdeslam sei gefährlich, warnten die Behörden am Sonntagabend. Wer Informationen über den Aufenthaltsort des in Brüssel geborenen Mannes hat, soll umgehend eine Notfallnummer wählen und keinesfalls selbst eingreifen. Der Mann wird mit einem internationalen Haftbefehl aus Belgien gesucht.

Abdeslam soll etwa 1,75 Meter groß sein und braune Augen haben. Sein Bruder soll ebenfalls einer der Täter sein und sich am Boulevard Voltaire in die Luft gesprengt haben.

Laut Nachrichtenagentur AP ist es womöglich zu einem schweren Polizeifehler gekommen: Nach den Anschlägen befragten die Ermittler eine Person, ließen sie aber wieder laufen. Nun zählt sie zu den Verdächtigen. Dies berichtet die Agentur unter Berufung auf vier namentlich nicht genannte offizielle Quellen.

  Fahndungsfoto des Gesuchten: Umgehend eine Notfallnummer wählen  Zur Großansicht
AFP / POLICE NATIONALE

Fahndungsfoto des Gesuchten: Umgehend eine Notfallnummer wählen

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière sind möglicherweise noch mehrere Terroristen auf der Flucht. "Am besorgniserregendsten ist die Information, dass möglicherweise noch eine Tätergruppe in Frankreich unterwegs ist", sagte der CDU-Politiker im ZDF. Deswegen sei es richtig, die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich zunächst beizubehalten. "Wir untersuchen mit Hochdruck alle möglichen Deutschland-Bezüge", so de Maizière weiter. "Es wird jetzt jeder Stein umgedreht, ob es irgendeinen Bezug gibt."

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Nach den Anschlägen in Paris: Trauer, Wut, Ohnmacht
Derweil teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit, dass bislang die Leichen von drei der sieben Selbstmordattentäter identifiziert worden seien. Bei zwei Männern handle es sich um Franzosen, die zuletzt in Belgien gelebt hätten, erklärte Staatsanwalt François Molins. Sie seien anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden.

Die Leichen der 20 und 31 Jahre alten Männer wurden demnach nahe dem Stade de France und in einem Restaurant auf dem Boulevard Voltaire gefunden, wo sich die Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten.

Zudem gibt es weitere Hinweise zu dem syrischen Pass, der in der Nähe eines der Selbstmordattentäter vom Stade de France gefunden wurde. Das Dokument ist auf den Namen Ahmed Almohammad ausgestellt, geboren am 10. September 1990. Der Mann soll am 3. Oktober gemeinsam mit 198 anderen Flüchtlingen auf der Insel Leros angekommen sein - seine Fingerabdrücke wurden damals erfasst.

Mutmaßlicher Täter Almohammad: Fingerabdrücke erfasst Zur Großansicht
DPA

Mutmaßlicher Täter Almohammad: Fingerabdrücke erfasst

"Es sieht so aus, als sei der Mann, der in Leros registriert wurde, derjenige, der nun tot aufgefunden wurde und einer der Pariser Attentäter sein soll", so der griechische Minister für Migration, Yannis Mouzalas. Zuvor hieß es allerdings, dass das Dokument eine Fälschung sein könnte. Eine endgültige und verlässliche Bestätigung, ob es sich bei einem der Attentäter tatsächlich um einen als Flüchtling in die EU eingereisten Syrer handelt, gibt es bisher nicht.

Bereits am Samstag war ein anderer Täter identifiziert worden, der 29-jährige Franzose Ismail Omar Mostefaï. Sein abgetrennter Finger war im "Bataclan"-Konzertsaal gefunden worden, er hatte sich dort nach dem Anschlag in die Luft gesprengt. Über den polizeibekannten Kleinkriminellen weiß man inzwischen, dass er als Sohn algerischer Einwanderer im Pariser Vorort Courcouronnes geboren wurde und später in Syrien war.

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Anschläge in Frankreich: Der Horror von Paris

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