Moskau/Damaskus - Bei der Anschlagsserie in Syriens Hauptstadt Damaskus sind nach neuen Angaben von Aktivisten mindestens 83 Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich im Zentrum der Stadt, als ein Attentäter eine Autobombe in der Nähe des Sitzes der regierenden Baath-Partei zündete. Dabei kamen demnach 61 Menschen ums Leben, darunter 17 Mitglieder der Regierungstruppen. Es handelte sich demzufolge um das schwerste Attentat in Damaskus seit Beginn des Konflikts 2011.
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den folgenschwersten Selbstmordanschlag in Damaskus seit Beginn des bewaffneten Konflikts in Syrien. Er appelliere "an alle Seiten, der Gewalt ein Ende zu setzen und die internationalen Menschenrechte zu achten", teilte sein Sprecher Martin Nesirky am Donnerstag in New York mit.
Doch es gelang den Vereinten Nationen dennoch nicht, sich auf einen Text zur Verurteilung des Anschlags zu einigen. Russland, einer der letzten Verbündeten von Syriens Staatschef Baschar al-Assad, machte die USA dafür verantwortlich, die an der Seite der Rebellen stünden. Moskau warf Washington vor, in der Syrien-Politik mit zweierlei Maß zu messen.
Es sei eine gefährliche Entwicklung, wenn sich die USA vom Prinzip der "bedingungslosen Verurteilung von Terrortaten" verabschiedeten, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Auf diesem Prinzip beruhe die Einheit der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus. Lawrow äußerte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem chinesischen Kollegen in Moskau.
Bei den Anschlägen war auch das Gebäude der russischen Botschaft beschädigt worden. Russland hat als Vetomacht im Sicherheitsrat bislang drei Mal Resolutionen verhindert, mit denen Assad unter Druck gesetzt werden sollte.
Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die Regierung gab laut syrischem Staatsfernsehen "Terroristen", die al-Qaida nahestehen, die Schuld. Sie kritisierte zudem, dass die Terrororganisation mit Geld und Waffen aus dem Ausland unterstützt würde.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete zudem, dass kurz nach den Explosionen im Zentrum der Hauptstadt Sicherheitskräfte einen mutmaßlichen Selbstmordattentäter mit Sprengstoff im Auto festgenommen hätten.
als/Reuters/AFP
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