Anschläge vom 11. September Terror-Drahtzieher ist wieder bei al-Qaida aktiv

Es war der schlimmste Terrorakt der jüngeren Geschichte, und der Hamburger Said Bahaji war einer der Drahtzieher. Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist er nach SPIEGEL-Informationen in wichtiger Funktion wieder für al-Qaida aktiv.

Mutmaßlicher Terrorhelfer Bahaji (hier ein Foto von 1995): Weltweit per Haftbefehl gesucht

Mutmaßlicher Terrorhelfer Bahaji (hier ein Foto von 1995): Weltweit per Haftbefehl gesucht


Hamburg - Einer der letzten noch flüchtigen Mitverschwörer des 11. September 2001 arbeitet offenbar wieder für al-Qaida. Nach Informationen des SPIEGEL hat der Hamburger Said Bahaji, heute eine wichtige Funktion bei dem islamistischen Terrornetzwerk inne.

Nach übereinstimmenden Aussagen mehrerer Szene-Aussteiger arbeitet Bahaji mittlerweile für al-Qaidas Medienabteilung al-Sahab, die die Propagandavideos der Organisation erstellt. Bahaji sei als Sprecher und Verantwortlicher für die Technik tätig, berichteten die im vergangenen Jahr am Hindukusch festgenommenen Hamburger Islamisten Rami Makanesi und Ahmad Sidiqi.

"Er liest die Sachen auf Arabisch vor", sagte Makanesi dem Bundeskriminalamt (BKA). Bahaji sei "einer, der respektiert wird, weil er so lange dabei ist" und schon bei der Bombardierung Afghanistans Ende 2001 gegen die Amerikaner gekämpft habe. Während der Kämpfe sei er am Bein verletzt worden und hinke seitdem.

Sidiqi und Makanesi trafen Bahaji nach eigenen Angaben im Mai 2010 in einem Ort namens Mir Ali im Norden Pakistans. Die Aussagen liefern den Zielfahndern des BKA neue Erkenntnisse über Bahajis Leben im Untergrund. So sei er mittlerweile mit einer Spanierin liiert und habe mehrere Kinder. Bahaji hatte in Hamburg zusammen mit den späteren Todespiloten Mohammed Atta und Marwan al-Shehhi in der berüchtigten Wohngemeinschaft Marienstraße 54 gelebt. Er war acht Tage vor den Anschlägen im September 2001 in Pakistan untergetaucht.

Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen zwei entführte Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers in New York gesteuert und das Gebäude zum Einsturz gebracht. Eine dritte Maschine war ins US-Verteidigungsministerium in Washington geflogen, eine vierte stürzte ab. Insgesamt kamen rund 3000 Menschen ums Leben.

stk



insgesamt 58 Beiträge
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trubeldubel 28.08.2011
1. .
Da Al-Quaida nun von Gottes Gnaden rehabilitiert wurde und die demokratische Feuertaufe bestanden hat, wird er sicherlich in Libyen eingesetzt werden.
Heinz-und-Kunz 28.08.2011
2.
Zitat von sysopEs war der schlimmste Terrorakt der jüngeren Geschichte, und der Hamburger Said Bahaji war einer der Drahtzieher. Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist er nach SPIEGEL-Informationen in wichtiger Funktion wieder für al-Qaida aktiv. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782947,00.html
Ich würde mich freuen, wenn er wie sein ehemaliger Chef bald in den Ruhestand versetzt würde.
Babs50+ 28.08.2011
3. Au Fein!
Passt doch wie die Faust aufs Auge. Die Nato kann ihn dann gleich für eine leitende Position in Libyen rekrutieren. Echte win-win-situation !
Zavi85 28.08.2011
4. .
Er sollte hoffen keine all zu hohe Position zu bekleiden. Scheint nicht das Jahr für die Führungsriege zu sein.
Baikal 28.08.2011
5. Das wird wohl gerade vorbereitet..
Zitat von Heinz-und-KunzIch würde mich freuen, wenn er wie sein ehemaliger Chef bald in den Ruhestand versetzt würde.
.. und der geneigten Öffentlichkeit als pazifizierende Notwendigkeit verkauft. Lesen Sie Yassin Musharbash's "Radikal", dann wissen Sie auch, warum der Beitrag ohne Autorenzeile erscheint und was das bedeutet - und wie Nachrichten gemacht werden, so im Zusammenspiel.
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