Terror im Irak Tote bei Anschlag auf Geheimdienstzentrale

In Bagdad hat ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor der irakischen Geheimdienstzentrale gezündet. Dabei kamen mindestens elf Menschen ums Leben. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat.


Bagdad - Bei einem Selbstmordanschlag auf die Geheimdienstzentrale des irakischen Innenministeriums in Bagdad sind am Samstag mindestens elf Menschen getötet worden. 24 weitere wurden verletzt. Das bestätigten Mitarbeiter von Polizei und Rettungsdienst.

Ein Selbstmordattentäter hatte demnach ein mit Sprengstoff beladenes Auto in das Eingangstor des Regierungsgebäudes gelenkt. Die Büros des Geheimdienstes liegen geschützt hinter Betonmauern. Die Wachposten vor dem Gebäude, das an einer belebten Kreuzung liegt, sind Angriffen jedoch nahezu schutzlos ausgesetzt. Fünf von ihnen sind laut Polizei unter den Todesopfern.

Bislang bekannte sich niemand zu der Tat, die nur einen Tag nach dem verheerenden Angriff auf eine sunnitische Moschee nordöstlich von Bagdad erfolgte. Dort waren am Freitag mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten das Gebetshaus in dem Dorf Imam Wais gestürmt und um sich geschossen. Einem Bericht des Nachrichtensenders al-Arabija zufolge waren die Täter schiitische Milizionäre. Das irakische Staatsfernsehen hingegen berichtete, die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) stecke hinter der Tat.

Seit Anfang Juni wird das Land von einer Offensive des IS erschüttert. Die Extremisten eroberten Teile des Nordirak. Kurdische Kämpfer versuchen derzeit, die Dschihadisten mit Hilfe der US-Luftwaffe und der irakischen Armee zurückzudrängen.

rls/AFP/AP



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