Brandanschlag in Griechenland: Attentäter attackieren
Microsoft-Büro in Athen

Sie steuerten einen Kleinbus durch die Eingangstür des Microsoft-Büros und setzten das Fahrzeug in Brand: Attentäter haben in Griechenlands Hauptstadt Athen einen Anschlag auf den Sitz des Software-Konzerns verübt - weite Teile des Gebäudes wurden zerstört.

AP

Athen- Auf den Sitz des Software-Konzerns Microsoft in Athen ist am Mittwochmorgen ein Anschlag verübt worden. Die Attentäter steuerten einen Kleinbus durch die Eingangstür und setzten das Fahrzeug danach in Brand. Verletzt wurde niemand, wie die griechische Polizei mitteilte. Der Brand habe weite Teile des Gebäudes zerstört, hieß es. Eine Warnung sei dem Anschlag nicht vorausgegangen.

Die Polizei erklärte weiter, offenbar hätten drei Personen in dem Fahrzeug gesessen. Sie hätten zuerst zwei Wachleute gezwungen, das Gebäude zu verlassen, und dann mit dem Minibus die Eingangstür durchbrochen. Der Brandsatz bestand offenbar aus Gaskanistern und mehreren Benzinbehältern. Die Feuerwehr konnte den Kleintransporter später aus dem Gebäude schleppen.

Zu der Tat im Vorort Maroussi bekannte sich zunächst niemand. Die Polizei ging bei ihren Ermittlungen von einem extremistischen Hintergrund aus. Linke autonome Gruppierungen verüben in Griechenland immer wieder Brandanschläge auf Unternehmen und Banken. Einige bezeichnen sich selbst als "Stadtguerilla", die mit ihren Aktionen "das System" stürzen wollen.

hen/dpa/dapd

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insgesamt 26 Beiträge
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1. Invest in Greece
el-gato-lopez 27.06.2012
Zitat von sysopAPSie steuerten einen Kleinbus durch die Eingangstür des Microsoft-Büros und setzten das Fahrzeug in Brand: Attentäter haben in Griechenlands Hauptstadt Athen einen Anschlag auf den Sitz des Software-Konzerns verübt - weite Teile des Gebäudes wurden zerstört. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,841161,00.html
yup - so macht man Werbung für das eigene Land. Für was braucht man schon ausländische Investoren, wenn man nach Brüssel gehen und rumheulen kann. Irgendein Salon-Sozi (z.B. Franz Niederlande aus Paris) wird sich dann schon erbarmen und Geld verschenken - vulgo "Wachstumsprogramm", das nicht das seinige ist. Abgesehen davon scheinen die ganzen linken Spinnergruppen in Griechenland als "Kompensation" für die Verfolgungen unter der Militärdiktatur eine allgemeine Narrenfreiheit zu geniessen - auch ganz tolle Werbung...
2. Und bin
f.a.g. 27.06.2012
Zitat von sysopAPSie steuerten einen Kleinbus durch die Eingangstür des Microsoft-Büros und setzten das Fahrzeug in Brand: Attentäter haben in Griechenlands Hauptstadt Athen einen Anschlag auf den Sitz des Software-Konzerns verübt - weite Teile des Gebäudes wurden zerstört. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,841161,00.html
überzeugt ,daß dies nur der Anfang ist . Was verwundert , ist , daß die deutschen Firmenvertretungen noch bis dato unbehelligt geblieben sind . Soviel auch zum Staatsverständnis dieser " Urdemokraten " ! Hätten diese Chaoten Morgan Stanley s`abgefakelt , welche ja nicht ganz unschuldig an der Griechenmisere sind , würde ihnen meine uneingeschränkte Sympathie gehören .
3.
abc-xyz 27.06.2012
Wenn man sehen will, wie man (s)ein Land komplett demontiert, wirft einfach ein Blick nach Griechenland. Man hat selten ein Land gesehen, dass untereinander so unsolidarisch ist. Hier ist jeder selbst der Nächste. Das war es auch schon vorher, was man an der (nicht vorhandenen) Steuermoral erkennen konnte und kann. Dass man jetzt schon Angst haben muss zur Arbeit (eines US-Unternehmens) zu gehen, setzt die Krone auf.
4. .
Mineraloel Steuer 27.06.2012
Zitat von sysopAPSie steuerten einen Kleinbus durch die Eingangstür des Microsoft-Büros und setzten das Fahrzeug in Brand: Attentäter haben in Griechenlands Hauptstadt Athen einen Anschlag auf den Sitz des Software-Konzerns verübt - weite Teile des Gebäudes wurden zerstört. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,841161,00.html
Einfach das gesamte deutsche Kapital aus Griechenland abziehen und in Deutschland investieren. Offenbar wollen die Griechen eine Bronzene Mauer um Griechenland ziehen. Soll uns nur Recht sein.
5.
Soilets 27.06.2012
Zitat von Mineraloel SteuerEinfach das gesamte deutsche Kapital aus Griechenland abziehen und in Deutschland investieren. Offenbar wollen die Griechen eine Bronzene Mauer um Griechenland ziehen. Soll uns nur Recht sein.
Da würde ich mir keine Sorgen machen. Sobald die in Griechenland nichts mehr verdienen, gehen die freiwillig.
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 11,305 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Karolos Papoulias

Regierungschef: Antonis Samaras

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Finanzkrise in Griechenland
Europa wird ungeduldig: Griechenland bekommt sein Schuldenproblem nicht in den Griff - inzwischen wird offen über eine geplante Insolvenz des Landes gesprochen. Doch ist das die Rettung für den Euro?

Was würde eine Pleite Griechenlands bedeuten? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:
Welche Folgen hätte eine Pleite Griechenlands?
Für die Euro-Zone wären die Folgen weitreichend: Die Gläubiger müssten ganz oder teilweise auf ihr Geld verzichten. Die Europäische Zentralbank etwa müsste Verluste auf die Staatsanleihen hinnehmen. Gleiches gilt für Geschäftsbanken oder Versicherer, die in griechische Staatsanleihen investiert haben. Das würde ihr Eigenkapital belasten. Allerdings haben die großen Banken im Ausland ihre Papiere schon zum Teil abgeschrieben.

Umstrittener sind die Folgen für Griechenland: Einige Ökonomen halten eine Pleite für die beste Option. Denn die Schuldenlast des Landes würde vermindert, die Zinsbelastung im Haushalt würde sinken, und die Tilgungsverpflichtungen dürften abnehmen. Als endgültige Lösung für die Schuldenkrise gilt eine Pleite aber keineswegs, denn die Griechen müssten ihre laufenden Ausgaben trotzdem ihren Einnahmen anpassen. Sonst häufen sie weiter Schulden an. Der Teufelskreis wäre nicht durchbrochen. Außerdem blieben griechische Banken bei einer Pleite auf Forderungen sitzen. Das Bankensystem im Land könnte kollabieren.
Wäre ein Austritt aus der Euro-Zone sinnvoll?
Die konkreten ökonomischen Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone sind schwer vorhersehbar. Viele Experten sind sich aber sicher, dass die Auswirkungen für das Schuldenland und andere Staaten des Währungsraums verheerend wären.
Für Griechenland könnte es der wirtschaftliche Zusammenbruch sein. Ohne Euro müsste das Land wieder seine alte Währung Drachme einführen, die vermutlich eine drastische Abwertung erfahren würde. Über billigere Produkte würde dies zwar der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Athens zugutekommen. Viel schwerwiegender wäre aber, dass zugleich die in Euro aufgenommenen Altschulden drastisch steigen würden. Das wäre allerdings nicht der Fall, wenn es vorher zu einer Pleite gekommen wäre.
Hinzu kommt, dass das Land seine Staatsausgaben mangels Kreditfähigkeit nur aus seinen Einnahmen finanzieren könnte. Die Folge wäre ein vermutlich noch viel stärkerer Abschwung als bisher.

Auch für die Euro-Zone hätte ein Austritt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verheerende Folgen. An den Finanzmärkten würden wohl schnell andere finanzschwache Länder unter Druck geraten, der sogenannte Domino-Effekt könnte eintreten. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen entsprechender Länder würden drastisch steigen und die jeweiligen Länder ähnlich wie Griechenland an den Rand der Zahlungsunfähigkeit führen. Letztlich könnte so der gesamte Währungsraum ins Wanken geraten.
Gibt es eine Alternative zu Pleite und Austritt?
Wichtig ist vor allem, dass Athen seine Sanierungspläne einhält und keine neuen Schulden anhäuft: Der Staat muss verschlankt werden, die Steuerhinterziehung bekämpft, die Privatisierung von Staatseigentum muss weitergehen. Zudem muss das zweite Rettungspaket für Athen umgesetzt werden, das bis 2014 die Unabhängigkeit vom Kapitalmarkt garantiert und dem Land so Zeit für tiefgreifende Reformen geben soll.