Anschlag im Irak Extremisten stürmen Ministerium in Bagdad

Bewaffnete Angreifer haben versucht, das Verkehrsministerium in Bagdad unter ihre Kontrolle zu bekommen. Sicherheitskräfte konnten die Männer stoppen, sie trugen Sprengstoffwesten. Mindestens drei Menschen wurden getötet.


Bagdad - Die Serie blutiger Anschläge im Irak reißt nicht ab: Dieses Mal attackierten Extremisten das Verkehrsministerium im Osten der irakischen Hauptstadt Bagdad. Sicherheitskräfte hätten die mit Sprengstoffwesten ausgestatteten Männer aber bereits in der Garage des Ministeriums aufgehalten, teilte die Polizei in Bagdad.

Über die Zahl der Opfer gibt es unterschiedliche Angaben: Die Nachrichtenagentur AFP meldete, dass drei Angreifer getötet worden seien, zwei weitere würden sich im Inneren des Gebäudes verschanzen. Reuters berichtete von 18 Toten, darunter sechs Attentäter. Die Männer hätten am Donnerstag zunächst Geiseln genommen und vier von ihnen getötet, teilte ein ranghoher Sicherheitsvertreter mit. Wer die anderen acht Opfer waren, ist bisher nicht bekannt.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die Art der Attacke legt aber nahe, dass es sich um sunnitische Qaida-nahe Extremisten handelt.

Unterdessen wurden bei Bombenanschlägen nahe einem Restaurant und einem Markt in Bagdad sechs Menschen getötet. Wie die Rettungs- und Sicherheitskräfte mitteilten, wurden bei den Angriffen in den Vierteln Kasra und Talbijah 20 weitere Menschen verletzt. Erst am Mittwochabend hatte es neun Tote bei Anschlägen in mehrheitlich schiitischen Vierteln gegeben.

Landesweit stieg die Zahl der Toten im Januar auf mehr als 900 - das sind mehr als dreimal so viel wie im Januar 2013.

heb/dpa/AFP/Reuters

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bumminrum 30.01.2014
1. Freiheit
Mich würde interessieren wie viele Tote es unter Sadam gegeben hat und wie die Lebensqualität für die einfache Bevölkerung war. Bestimmt war es damal besser.
meier_7 30.01.2014
2. optional
Es heisst ja immer auch vom Irak, es sei eine Art Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunnniten im Gang, aber ich lese auch auf SPON zu mindestens 90%, dass Sunniten Schiiten töten, meist durch Selbstmordanschläge oder Überfälle wie den oben berichteten. Ist dann die Definition Bürgerkrieg nicht falsch und man müsste doch eher einfach nur von islamistischem (sunnitischem) Terror sprechen ?!
Wuestensohn 30.01.2014
3. Khomeini, Khatami und Maliki
Zitat: " und man müsste doch eher einfach nur von islamistischem (sunnitischem) Terror sprechen ?!". Also meier_7: da hast du etwas falsch verstanden und du kannst nicht eine Schiietn_Regierung mit Unterstuetzung von Iran, HizboSatan etc mit ein Paar velleicht auch zig Terrorisen vergleichen. Der Irak ist heute unter Machtvon Schiiten und Iran. Und diese toeten Menschen nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien und Lebanon. Nachdem die USA in den Irak kam, waren es dieSchiiten die die Sunniten Muslime geoetet haben, mit der Vorwurf dass Saddam zu Sunniten gehoert. Saddam hat damals unter Sunnten un Schiiten nicht unerscheiden, sondern beide getoetet. Heute toeten die Schiiten gezielt ie Sunniten. Aber dSchiiten werden de Krieg verlieren. Vielleicht bist du auch Schiit und spielt hier der Meier? Das machen d Schiiten ja gene so Heuchlerei.
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