Anschlag auf Touristen Bulgarien bittet die Welt um Hilfe

Der Attentäter von Burgas in Bulgarien soll mit Hilfe eines international verbreiteten Computerfotos identifiziert werden. Interpol veröffentlichte ein rekonstruiertes Bild des Mannes. Er hatte im Juli bei dem Anschlag fünf israelische Touristen und einen bulgarischen Busfahrer getötet.

Von Interpol veröffentlicht: So soll der Attentäter von Burgas ausgesehen haben
DPA/ Interpol

Von Interpol veröffentlicht: So soll der Attentäter von Burgas ausgesehen haben


Burgas - Nach dem Anschlag auf einen israelischen Touristenbus hat Bulgarien weltweit um Hilfe bei der Identifizierung des mutmaßlichen Attentäters gebeten. Die internationale Polizeibehörde Interpol im französischen Lyon veröffentlichte am Donnerstag das Phantombild, das die bulgarischen Behörden von dem Mann erstellt hatten. Zudem bat Interpol auf Wunsch der bulgarischen Ermittler seine 190 Mitgliedsländer um Unterstützung. Die Ermittler hatten am Tatort nur noch Körperteile des Mannes gefunden, was auf eine am Körper befestigte Bombe hinweist.

Bei dem Anschlag im bulgarischen Ferienort Burgas waren Mitte Juni fünf israelische Touristen, der bulgarische Busfahrer und der mutmaßliche Attentäter gestorben. Mehr als 30 weitere Menschen wurden verletzt. Die zuständige Pathologin Gilena Milewa hatte gesagt, der Mann könnte "arabischer Herkunft" sein.

Die israelische Regierung hatte unmittelbar nach dem Anschlag die iranische Führung verantwortlich gemacht und Teheran "Staatsterrorismus" vorgeworfen. Bulgariens Staatspräsident Rossen Plewneliew hatte nach dem Anschlag ein "schweres Sicherheitsproblem" im EU- und Nato-Mitgliedsstaat eingeräumt.

ler/AFP/dpa



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insgesamt 24 Beiträge
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ka117 03.08.2012
1. wie
Wieso fragen sie die Israelis nicht? Die Israelis wussten doch eine halbe Stunde nach dem Anschlag ganz genau, wer dahinten steckt.
wwwwalter 03.08.2012
2. Nichtssagendes Phantombild
Das ist in der Tat schlecht. Wenn das alles ist, was die Ermittler an Anhaltspunkten haben, dann wird nicht viel bei der Fahndung herauskommen. Dieses Bild enthält keine spezifischen Hinweise. Kein Muttermal, keine Narben, gar nichts Spezifisches. Ein Durchschnittsgesicht, von dem es weltweit Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen gibt.
timorieth 03.08.2012
3. ...
Zitat von ka117Wieso fragen sie die Israelis nicht? Die Israelis wussten doch eine halbe Stunde nach dem Anschlag ganz genau, wer dahinten steckt.
Ist es wirklich so abweigig, dass die Hisbollah hinter dem Anschlag steckt? Wenn ja, warum? Die Liste der Anschläge und Entführungen ist lang... Natürlich ist das nur eine Vermutung, m.M.n aber eine plausible. False flag kann man ja nun fast ausschließen. Sonst wäre die Beweislage gg. Hisbollah oder Iran wesentlich eindeutiger. Gut, vielleicht warens auch die Schlümpfe. Wir wissen es nicht. Das Phantombild wird kaum helfen können, die Sache aufzuklären. Warten wirs ab.
atherom 03.08.2012
4. Verständnis und Emphatie für die Betroffenen
Zitat von ka117Wieso fragen sie die Israelis nicht? Die Israelis wussten doch eine halbe Stunde nach dem Anschlag ganz genau, wer dahinten steckt.
kann man nur haben, wenn man betroffen ist. Da vergeht auch die Ironie.
Cuchu 03.08.2012
5.
die bulgarischen Medien hatten ursprünglich einen ehemaligen Guantanamo Häftling verdächtigt. (diesem Artikel zufolge: Burgas suicide bomber a Guantanamo jihadist? (VIDEO) — RT (http://www.rt.com/news/bulgaria-suicide-bomber-identified-israel-587/) ) Wäre interessant zu wissen wie Interpol darauf kommt, dass die Abbildung wirklich den Selbstmordattentäter darstellt. Zeugenaussagen oder Überwachungskameras, beides oder gar eine Analyse des zerfetzten Körpers? Letzteres wohl kaum, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass da noch viel vorhanden war.
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