Terror in Pakistan Viele Tote bei Anschlag auf Pass-Amt

Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans: Ein Attentäter hat sich auf einem Motorrad vor einer Regierungsbehörde in die Luft gesprengt. Zahlreiche Menschen starben, eine Taliban-Gruppe bekannte sich zu der Tat.

Anschlag in Mardan: Helfer transportieren einen Verletzten ab
AFP

Anschlag in Mardan: Helfer transportieren einen Verletzten ab


Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Stadt Mardan im Nordwesten des Landes sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf ein Mitglied der örtlichen Rettungsbehörde von mindestens 22 Toten und 32 Verletzten. Viele von ihnen seien in kritischem Zustand.

Die Agentur Reuters zitierte Mitarbeiter der Einsatzkräfte mit der Angabe, es seien mindestens 21 Menschen gestorben, 78 seien zum Teil schwer verletzt worden.

Die Bombe war am Tor des Büros des Nationalen Registrierungsamts explodiert. Nach Polizeiangaben hatte der Attentäter es mit seinem Motorrad gerammt. In dem Amt werden zum Beispiel Pässe ausgestellt. Menschen warten dort in langen Schlangen. Laut Reuters bekannte sich eine Taliban-Gruppe dazu, den Anschlag verübt zu haben.

Erst vor zwei Wochen waren 24 Menschen bei einem Bombenanschlag auf einem Marktplatz in den Stammesgebieten nahe der afghanischen Grenze gestorben. Zu dieser Tat bekannte sich die antischiitische Terrorgruppierung Lashkar-e Jhangvi.

Insgesamt ging die Zahl der Anschläge in Pakistan in diesem Jahr stark zurück, nachdem das Militär mit großen Offensiven entschieden gegen einige der extremistischen Gruppen im Land vorgegangen war.

phw/dpa/Reuters

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