Somalia Tote bei Autobombenanschlag auf Hotel in Mogadischu

Mehrere Explosionen ereigneten sich vor dem Dschasira-Hotel in Mogadischu, es hat laut Polizei Tote und Verletzte gegeben. Hinter dem Anschlag wird die radikalislamische Schabab-Miliz vermutet. Erst vor zwei Monaten ereignete sich ein ähnlicher Anschlag mit vier Toten.

Mehrere Tote: Autobombenanschlag auf ein Hotel in Mogadischu
REUTERS

Mehrere Tote: Autobombenanschlag auf ein Hotel in Mogadischu


Mogadischu - Bei einem Anschlag mit mindestens einer Autobombe auf ein Hotel nahe des Flughafens in Mogadischu sind vermutlich mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein mit Sprengstoff beladener Wagen sei am Mittwoch vor dem Hotel Dschasira in der somalischen Hauptstadt explodiert, sagte ein Polizeisprecher. Es habe Tote und Verletzte gegeben, zehn verletzte Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, erklärte ein Arzt. Noch widersprechen sich die Angaben über Todesopfer, die von mindestens sechs bis elf reichen sollen.

Die somalischen Sicherheitskräfte reagierten mit intensivem Gewehrfeuer. Kurze Zeit später ereignete sich am Anschlagsort eine weitere heftige Explosion, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Augenzeugen berichteten von insgesamt drei Explosionen innerhalb einer Stunde.

Bei dem Anschlag handele es sich offenbar um ein Selbstmordattentat, sagte ein Polizeisprecher. Der Tatort, das Hotel "Dschasira", liegt in der Nähe eines UN-Komplexes. Es ist das feinste Hotel der Stadt und wird von somalischen Politikern und ausländischen Regierungsvertretern bei Besuchen in Mogadischu genutzt und gilt als sicherer Ort.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Somalia leidet seit mehr als zwei Jahrzehnten unter einem blutigen Bürgerkrieg, vor allem zwischen der Zentralregierung und der radikalislamischen Schabab-Miliz. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida verbündete Miliz kontrolliert weite Teile im Zentrum und Süden Somalias und verübt immer wieder Anschläge auf Behörden und Sicherheitskräfte. Sie wird auch für einen Anschlag im November verantwortlich gemacht, bei dem ebenfalls durch eine Autombe vor einem Hotel vier Menschen ums Leben kamen.

In den vergangenen Jahren verübte die Gruppe auch zunehmend Anschläge außerhalb Somalias. So wird sie auch mit dem Überfall auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi in Verbindung gebracht., bei dem Ende September 67 Menschen getötet worden waren.

mia/Reuters/AFP/AP

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Seite 1
osnase92 02.01.2014
1.
Al-Schabab= feige Schweine, mehr seid ihr nicht, hinterrücks Menschen umbringen, immer wieder Unschuldige in den Tod reißen, ich hoffe ihr werdet bald ausradiert!
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