Angriff auf Weihnachtsmarkt Zahl der Toten des Anschlags in Straßburg steigt auf fünf

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Straßburg war zunächst von vier Todesopfern die Rede. Nun ist ein weiterer Mann seinen Verletzungen erlegen.

Gedenken an Opfer des Anschlags von Straßburg
DPA

Gedenken an Opfer des Anschlags von Straßburg


Die Zahl der Toten nach dem Anschlag in Straßburg ist auf fünf gestiegen. Ein 36-jähriger Mann sei am Sonntag seinen Verletzungen erlegen, teilten die Behörden mit. Seine Familie gab die Todesnachricht auf Facebook bekannt. Der polnische Staatsbürger wohnte seit rund 20 Jahren in der elsässischen Stadt.

Bei dem Anschlag in der Innenstadt der Elsass-Metropole waren am Dienstag zahlreiche Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Attentäter Chérif Chekatt wurde am Donnerstagabend nach einer zweitägigen Großfahndung auf der Flucht erschossen.

Das Motiv des mutmaßlichen Attentäters ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag nach dem Tod Chekatts für sich und bezeichnete ihn posthum als einen ihrer "Soldaten". Frankreichs Innenminister Christophe Castaner wertete dies als "opportunistische" Wortmeldung, die nichts ändere.

Hunderte Menschen gedenken der Opfer

Bekannt ist, dass der Angreifer Zeugen zufolge "Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen hat. Außerdem sei eine Radikalisierung Chekatts während eines Gefängnisaufenthaltes aufgefallen, hieß es vonseiten der Behörden. Chekatt wurde in zwei Antiterrorverzeichnissen der französischen Regierung geführt und vom Geheimdienst überwacht.

Am Sonntag gedachten in Straßburg Hunderte Menschen der Opfer. Die Gedenkzeremonie fand vor der riesigen Weihnachtstanne auf dem Kléber-Platz statt und wurde von mehreren Menschenrechtsorganisationen organisiert.

lie/AFP/dpa



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