Archangelsk Anschlag auf Büro des russischen Inlandsgeheimdienstes

In Archangelsk im Norden Russlands hat ein Mann einen Anschlag auf ein Büro des Inlandsgeheimdienstes FSB verübt. Der Attentäter kam ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt.

Tatort in Archangelsk
AP

Tatort in Archangelsk


Ein Mann hat sich im Eingangsbereich eines Büros des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in der Stadt Archangelsk in die Luft gesprengt. "Nach vorläufigen Erkenntnissen betrat die Person das Gebäude und nahm einen unbekannten Gegenstand aus der Tasche, der kurze Zeit später in seinen Händen explodierte. Dabei erlitt er tödliche Wunden", teilte die russische Anti-Terrorbehörde NAC mit. Drei FSB-Mitarbeiter seien bei der Explosion verletzt worden.

Die Ermittler in Russland vermuten einen Terroranschlag. Der Täter soll laut der Nachrichtenagentur Interfax ein 17-jähriger Einheimischer gewesen sein. "Die Sache ist sehr ernst", sagte Igor Orlow, Gouverneur des Verwaltungsbezirks Archangelsk.

Die Behörden haben die Umgebung des Gebäudes großräumig abgeriegelt und die Sicherheitsvorkehrungen vor allen staatlichen Einrichtungen in der Region verschärft. Archangelsk zählt knapp 400.000 Einwohner und liegt mehr als tausend Kilometer nördlich der Hauptstadt Moskau am Weißen Meer.

syd/dpa/AFP



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