Norwegen Polizei verweist Greenpeace-Aktivisten von Ölplattform

Die norwegische Polizei hat sieben Greenpeace-Aktivisten einer Bohranlage verwiesen. Zwei Tage zuvor hatten die Umweltschützer die Plattform geentert, um gegen die Bohrarbeiten in arktischen Gewässern zu demonstrieren.

Greenpeace-Aktivisten im Zelt: Zwei Tage lang enterten die Umweltschützer die Plattform "Transocean Spitsbergen"
DPA

Greenpeace-Aktivisten im Zelt: Zwei Tage lang enterten die Umweltschützer die Plattform "Transocean Spitsbergen"


Stockholm - Zwei Tage verbrachten 15 Greenpeace-Aktivisten auf der Ölplattform in der Arktis, bevor die Polizei einschritt. Dann verließen fünf die "Transocean Spitsbergen" freiwillig, drei kehrten zurück auf ein Greenpeace-Schiff. Die weiteren Umweltschützer verwiesen die norwegischen Beamten auf Anfrage der Marshall-Inseln von der Bohranlage. Der Einsatz erfolgte nach Angaben der Polizei ohne besondere Vorkommnisse.

Den Aktivisten aus Dänemark, Finnland, Norwegen, den Philippinen und Schweden drohe in Norwegen keine Anklage, hieß es bei der Polizei.

Die Plattform wird von der norwegischen Firma Statoil betrieben. Mit ihr soll in der nördlichen Barentssee nach Öl gebohrt werden. Die Umweltschutzorganisation wollte dieses Projekt stoppen. Die Begründung: Eine Ölbohrung in diesem Gebiet würde verheerende Schädigungen der Umwelt nach sich ziehen. Vor allem die Bäreninsel, die samt dem sie umgebenden Meeresgebiet unter Naturschutz steht, sei von dem Vorhaben betroffen.

Mit dabei: ein "Arctic Sunrise"-Aktivist

Statoil betonte, die Sicherheitsmaßnahmen in dem "sehr unwahrscheinlichen" Fall eines Öllecks seien sehr verlässlich. Die Greenpeace-Aktion sei unverantwortlich und illegal gewesen, verkündete die Firma.

Einer der Aktivisten war bereits unter den 30 Umweltschützern, die zwei Monate lang wegen einer ähnlichen Aktion von Russland festgehalten worden waren. Im September vergangenen Jahres wurde die Crew des Greenpeace-Schiffs "Arctic Sunrise" wegen einer Protestaktion in der Barentssee festgenommen. Weihnachten hatte die russische Justiz dann nach einer vom Parlament beschlossenen Amnestie das Verfahren gegen fast alle Aktivisten eingestellt.

vek/Reuters/AP

insgesamt 9 Beiträge
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taglöhner 29.05.2014
1.
Wie? Keine Internierung wegen "Rowdytum"?
druck_im_topf 29.05.2014
2. Bevor ...
... der Mist mit Greenpeace-Bashing wieder los geht: man erinnere sich bitte daran, dass Greenpeace auch mit dabei war als Bayer Leverkusen noch über Gift-Kanäle ihren Dreck in den Rhein eingeleitet hat. Das ist zum Glück vorbei!
whocaresbutyou 29.05.2014
3. größenwahnsinnig...
---Zitat--- ... Die Plattform wird von der norwegischen Firma Statoil betrieben. Mit ihr soll in der nördlichen Barentssee nach Öl gebohrt werden. Die Umweltschutzorganisation wollte dieses Projekt stoppen. ... ---Zitatende--- Sonst nichts? Nur durch Rumlungern ein Multi-Milliarden-Dollar-Projekt eines internationalen Ölkonzerns stoppen? Naja, man fängt ja klein an...
roughneckgermany 29.05.2014
4.
Sehr unwahrscheinlich, sehr zuverlässig... Galt das für Deepwater horizon auch?
Jabagrafs 29.05.2014
5. Wo denken Sie hin?
Zitat von whocaresbutyouSonst nichts? Nur durch Rumlungern ein Multi-Milliarden-Dollar-Projekt eines internationalen Ölkonzerns stoppen? Naja, man fängt ja klein an...
Meines Wissens wollten sie auch noch ein Plakat aufhängen. Nebenbei gehört Statoil zu über 2/3 dem norwegischem Staat.
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