Gebietsansprüche im Norden Russland rüstet Militärbasen in der Arktis weiter auf

Flugabwehrraketen und Abfangjäger: Mit Waffen untermauert Russland seine Gebietsansprüche im Polarmeer. Sechs Militärbasen sind laut Regierungszeitung fast bezugsfertig.

Russischer Raketenkreuzer in der Barentssee: Arktische Aufrüstung
AP

Russischer Raketenkreuzer in der Barentssee: Arktische Aufrüstung


Russland vergrößert seine Militärpräsenz in der Arktis. Gegen mögliche Angriffe aus der Luft seien Einheiten des mobilen Luftabwehrsystems S-400 auf dem Archipel Nowaja Semlja im Polarmeer und beim ostsibirischen Hafen Tiksi stationiert worden, berichtete die Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

Demnach werden derzeit sechs alte sowjetische Flugplätze zu neuen Militärbasen umgebaut. Sie seien fast bezugsfertig. Die nordeuropäische Halbinsel Kola wird laut Verteidigungsministerium schon seit 2014 durch das S-400-System geschützt. Auch Abfangjäger sind im hohen Norden stationiert.

Erst im August hatte Moskau in einem Schreiben an die Uno seinen Anspruch auf rohstoffreiche Gebiete rund um den Nordpol erneuert. Russland fordert die Hoheitsrechte über eine Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern in der Arktis.

Das beanspruchte Gebiet würde Moskau nach eigenen Angaben den Zugang zu 4,9 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe verschaffen. Auch die vier anderen Anrainerstaaten der Arktis, die USA, Dänemark, Norwegen und Kanada, erheben Gebietsansprüche in der Region.

S-400-Raketen bei einer Parade in Moskau (Archiv): Auch in der Arktis stationiert
REUTERS/ RIA Novosti

S-400-Raketen bei einer Parade in Moskau (Archiv): Auch in der Arktis stationiert

apr/dpa

insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
dirk1962 09.12.2015
1. Unangemessen
....empfinde ich den starken Ausbau der Militärpräsenz in der Arktik. Worin soll die Bedrohung liegen? Wenn es etwas zu klären gibt, dann bitte am Verhandlungstisch und nicht durch Muskelspiele. Was wirklich niemand braucht ist ein erneutes Wettrüsten.
ka117 09.12.2015
2. Aggressiv
Das Verhalten von Russland wird immer aggressiver. Etwas sinnvoles, positives wie z.B. innovative und konkurrenzfähige Produkte, attraktive Werte (Rechtsstaatlichkeit, Demokratie) auf die Beine zu stellen sind sie nicht im Stande. Was bleibt ist primitives Denken, dass man nur dann beachtet wird, wenn man anderen etwas wegnimmt oder sie unterwirft. Das ist das "wahre Gesicht" von Russland, dass sich seit der Zeit der Unterwerfung durch die Mongolen kaum verändert hat.
gtuerk 09.12.2015
3. Das ist Putins Russland
Unsere Putinfreunde werden auch hierfür eine Rechtfertigung parat haben! Die Russische Propaganda Maschinerie läuft ja schon einige Zeit auf Hochtouren! Mal sehen was der Kreml unseren Kommunismus Nostalgikern ins Gehirn verpflanzt hat, womit sie uns überzeugen sollen warum das alles nötig ist. Darf ich raten: Die Amis haben zuerst Raketen dort stationiert oder Norwegen und Kanada haben Forschungsschiffe entsandt, welche in Wahrheit Kriegsschiffe sind! Vielleicht sind das aber keine russischen Raketen, sie gehören wahrscheinlich den Eskimos, Inuit oder wer auch immer dort lebt! Putin beweist ja viel Fantasie in letzter Zeit!
viceman260 09.12.2015
4. ein blick auf den globus
sollte reichen. wer ,wenn nicht russland und kanada könnten die grössten gebiete beanspruchen.
pavel1100 09.12.2015
5. Lasst sie mal machen
Wahrscheinlich können wir es uns sowieso nicht erlauben diese 4,9 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe in die Luft zu jagen. Kann sein dass sich Russland hier umsonst verausgabt. Die erheblichen Militärausgaben mindern vorerst den Lebensstandard der Russen. Mal sehen wann die Schmerzgrenze erreicht ist.
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