Schwarzenegger reagiert auf Trump-Kritik "Donald, warum tauschen wir nicht die Jobs?"

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut über die Quote von Arnold Schwarzeneggers TV-Show lustig gemacht. Der konterte, er hätte da eine Idee, damit "die Leute endlich wieder ruhig schlafen können".


Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger geht in die nächste Runde. Am Donnerstag machte sich Trump erneut über die Einschaltquoten der TV-Sendung "The Celebrity Apprentice" lustig, deren Moderator er einst war und die Schwarzenegger vor Kurzem übernommen hat.

"Sie haben einen großen, großen Filmstar angeheuert, um meinen Platz zu übernehmen. Aber wir wissen, was daraus geworden ist. Die Quoten sind in den Keller gegangen", sagte Trump bei einem Treffen in Washington mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: "Wenn es geht, würde ich gerne für Arnold und seine Einschaltquote beten."

Schwarzeneggers Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In einer Videobotschaft auf Twitter wendete er sich direkt an Trump: "Hey Donald, ich habe eine großartige Idee. Warum tauschen wir nicht einfach unsere Jobs? Du übernimmst das Fernsehen, weil du so ein Quotenexperte bist, und ich übernehme deinen Job. Dann können die Leute endlich wieder ruhig schlafen. Ja?"

Weil Schwarzenegger in Österreich geboren wurde, könnte er in den USA nicht zum Präsidenten gewählt werden. Auch Schwarzeneggers Sprecher hatte eine Antwort auf Trumps Witz parat. Der ehemalige Action-Star bete dafür, dass der Präsident bald seine Beliebtheitsrate verbessern könne. Trump ist laut einer Umfrage des Gallup Instituts so unbeliebt wie kein US-Präsident zuvor.

Schwarzenegger, der als Republikaner früher Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien war, hatte die Show zum Jahresanfang von Trump übernommen. Ursprünglich hatten in der Reihe "The Apprentice" Kandidaten um eine Stelle in Trumps Unternehmen gekämpft. Bei "The Celebrity Apprentice" spielen Prominente um Geld für gute Zwecke. Die Quoten sind im Vergleich um 16 Prozent zurückgegangen.

Trump hatte sich bereits nach der ersten Folge der Sendung auf Twitter über Schwarzenegger lustig gemacht. "Wow, die Quoten sind da und Arnold Schwarzenegger ist untergegangen (oder zerstört worden) im Vergleich zu der Quotenmaschine DJT - so viel zum Thema Filmstar", hatte der US-Präsident auf Twitter geschrieben. Mit letzterem meinte er sich selbst: "DJT" sind Trumps Initialen.

Tatsächlich liegen dem Streit mehr als nur schlechte Quoten zugrunde. Schwarzenegger ist zwar Republikaner, hatte sich aber klar gegen Trump positioniert. Im Vorwahlkampf unterstützte er John Kasich, im Wahlkampf die Demokratin Hillary Clinton. Es sei das erste Mal gewesen, dass er nicht den republikanischen Kandidaten gewählt habe, so Schwarzenegger. Der gebürtige Österreicher hat seit 1983 die US-Staatsbürgerschaft. In seiner Zeit als Gouverneur setzte er sich für erneuerbare Energien und gegen den Klimawandel ein. Zuletzt kritisierte er Trumps Einreise-Dekret deutlich.

max/dpa



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kakadu 03.02.2017
1. Asta la vista Trump
...Trump ist so blöd, daß er nun damit beginnen wird seine Beliebtheitswerte aufzubessern. Koste es was es wollen (über diesen Satz sollten Trumpanhänger doppelt nachdenken auch wenn dabei nix neues entsteht).
solltemanwissen 03.02.2017
2.
Da wunderts einen nicht, dass Trumps Regierung bisher ein einziges Chaos aus Inkompetenz, Lügen und Peinlichkeit ist. Er sollte sich vielleicht mal auf seinen Job konzentrieren als auf Einschaltquoten von grenzdebilen Fernsehformaten. Die Idee von Schwarzenegger ist an sich nicht schlecht - mehr als TV Widerling scheint Trump intellektuell nicht zu packen.
schlaueralsschlau 03.02.2017
3. Hat der
Große DJT nichts besseres zu tun als von sich in der dritten Person über Quoten zu Twittern? War da nicht ein wichtigeres Amt? Und dann kann er wieder nicht differenzieren... die Show scheint wohl ein ganz anderes Konzept zu haben. Also nicht mal ein Vergleich möglich! Der Mann kann nicht verlieren.
observerlbg 03.02.2017
4. Arni wird mir langsam sympathisch....
...und DJT macht sich lächerlich. Ist dieses Verhalten eines POTUS würdig? Als US.-Amerikaner würde ich mich mit jedem Twitterpost von DJT fremdschämen. Aber noch hat DJT die Flyoverstaats-Bewohner hinter sich, noch.
Mertrager 03.02.2017
5. Humor
Hat ja einer von den beiden. Respekt.
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