Gefecht auf Golanhöhen: Israel erwidert Beschuss aus Syrien

Übung auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten wurden aus Syrien beschossen Zur Großansicht
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Übung auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten wurden aus Syrien beschossen

Feuergefecht auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten sind laut der Armee des Landes aus Syrien beschossen worden. Beim Erwidern des Feuers hätten sie die Stellung getroffen. Auf israelischer Seite soll es keine Opfer oder Schäden geben.

Tel Aviv - An der Grenze zwischen Israel und Syrien ist es auf den Golanhöhen zu einem Artilleriegefecht gekommen. Israelische Soldaten seien am Freitag von syrischem Gebiet aus mit Artillerie und leichten Waffen beschossen worden, teilte die Armee in Tel Aviv mit.

Israelische Artillerie habe daraufhin die Stellung, aus der das Feuer eröffnet worden sei, unter Beschuss genommen und getroffen. Auf israelischer Seite habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Ob das Feuer von Rebellen oder Regierungstruppen eröffnet worden war, ist unklar.

An der Grenze kommt es seit Ende vergangenen Jahres häufiger zu Schießereien zwischen den beiden syrischen Lagern. Auch dort tätige Uno-Beobachter, von denen viele aus Österreich kommen, werden durch die innersyrischen Kämpfe gefährdet. Österreichs Vizekanzler Michael Spindelegger hatte die Truppe nur wenige Stunden zuvor besucht und gesagt, es müsse jeden Tag neu beurteilt werden, ob es für rund 380 österreichischen Uno-Beobachter seines Landes dort noch sicher genug sei. Die Österreicher machen damit ein Drittel der gesamten Truppe aus. Spindelegger sagte weiter, die weitere Stationierung österreichischer Truppen sei "kaum vorstellbar", sollte das Waffenembargo über Syrien aufgehoben werden.

Vor dem Aufstand gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad war die Grenze seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973 überwiegend ruhig. Israel eroberte die Golanhöhen 1967 von Syrien und annektierte sie 1981, was aber nicht international anerkannt wurde.

Die UN-Truppe überwacht seither in einer demilitarisierten Pufferzone entlang der Grenze die Einhaltung eines Waffenstillstands. Aber seit Monaten sind sowohl reguläre syrische Truppen wie auch Rebellenverbände in die Pufferzone eingedrungen.

In Israel wird der mögliche österreichische Rückzug Medienberichten zufolge mit großer Sorge gesehen. Das könne das Ende der ganzen UN-Beobachtertruppe und damit das ungehinderte Vordringen von Bewaffneten bis unmittelbar an die Grenze bedeuten.

mia/dpa/AP/Reuters

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1. UN-Truppe
freiheitsk 12.04.2013
Zitat von sysopFeuergefecht auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten sind laut der Armee des Landes aus Syrien beschossen worden. Beim Erwidern des Feuers hätten sie die Stellung getroffen. Auf israelischer Seite soll es keine Opfer oder Schäden geben. Artilleriegefecht an israelisch-syrischer Grenze - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/artilleriegefecht-an-israelisch-syrischer-grenze-a-894151.html)
Das ist jetzt mindestens schon das 10. Mal seit 2011, dass es zu einem Schusswechsel über dem Golan kam aber die UN-Truppen wollen wieder mal nix gesehen oder gehört haben. Was machen die dort unten eigentlich?
2. Was SPON
meinlieber 12.04.2013
Österreich kann seine Friedenskräfte aus Syrien abziehen, wenn die Europäische Union mit Waffenlieferungen an die syrische Opposition beginnen sollte, sagte der österreichische Außenminister Michael Spindelegger in einem am Freitag veröffentlichten Interview für die israelische Zeitung „Jerusalem post“. Die Österreicher stellen mehr als ein Drittel der UN-Kräfte für die Kontrolle über die Entflechtung der israelischen und syrischen Streitkräfte (UNDOF) auf dem von Syrien kontrollierten Teil der Golan-Höhen.
3.
Ernst August 12.04.2013
Zitat von freiheitskDas ist jetzt mindestens schon das 10. Mal seit 2011, dass es zu einem Schusswechsel über dem Golan kam aber die UN-Truppen wollen wieder mal nix gesehen oder gehört haben. Was machen die dort unten eigentlich?
Den armen Israelis (sind ja so wehrlos) und Al Kaida an der Nusra Front helfen damit es überall orthodoxt und schariat.
4. Ich glaube
KerKaraje 12.04.2013
Zitat von sysopFeuergefecht auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten sind laut der Armee des Landes aus Syrien beschossen worden. Beim Erwidern des Feuers hätten sie die Stellung getroffen. Auf israelischer Seite soll es keine Opfer oder Schäden geben. Artilleriegefecht an israelisch-syrischer Grenze - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/artilleriegefecht-an-israelisch-syrischer-grenze-a-894151.html)
nicht, dass es die syrische Armee war. Die ist in dem Gebiet eher auf dem Rückzug und unter Druck gegen immer besser bewaffnete Rebellen. Die werden kaum gerade jetzt auf die Idee kommen einzelne Artilleriegranaten auf Israel zu feuern.
5. GOLAN=Israel?!?!
TheGrinder 12.04.2013
Zitat von sysopFeuergefecht auf den Golanhöhen: Israelische Soldaten sind laut der Armee des Landes aus Syrien beschossen worden. Beim Erwidern des Feuers hätten sie die Stellung getroffen. Auf israelischer Seite soll es keine Opfer oder Schäden geben. Artilleriegefecht an israelisch-syrischer Grenze - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/artilleriegefecht-an-israelisch-syrischer-grenze-a-894151.html)
Völkerrechtlich gehören die Golanhöhen nach wie vor NICHT zu Israel! Worum handelt es sich also?! Soldaten einer fremden Besatzungsmacht sind auf inländischem Gebiet angegriffen worden, ob nun von regulären Truppen oder von sog. Rebellen ist hier irrelevant. Der Angriff ist somit als legitimer Widerstand gegen illegale Besatzungstruppen zu werten.
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