Zwischenfall an Grenze Jordaniens Armee erwidert Feuer syrischer Truppen

Tausende Menschen fliehen vor dem Krieg in Syrien in die Nachbarländer. An der Grenze zu Jordanien kam es jetzt zu einem schweren Zwischenfall: Assads Soldaten feuerten in der Region Tal Schabab-Turra auf eine Gruppe von Flüchtlingen - die jordanische Armee schoss zurück.


Damaskus - An der Grenze zwischen Syrien und Jordanien ist es zu Kampfhandlungen gekommen. Das berichteten sowohl jordanische Quellen als auch Vertreter der syrischen Opposition. Demnach feuerten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad offenbar in der Region Tal Schabab-Turra an der Grenze nach Jordanien auf eine Gruppe von etwa 500 syrischen Flüchtlingen.

Die Jordanier schossen zurück, da sich die Menschen bereits in ihrem Land befanden. Es habe einen etwa 30 Minuten dauernden heftigen Feuerwechsel gegeben, hieß es.

Es ist einer der schwersten Vorfälle an der syrischen Grenze seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor 17 Monaten. Zuvor hatten bereits der Abschuss eines türkischen Militärjets durch die syrische Luftabwehr im Juni und der Beschuss libanesischer Dörfer durch Assad-Truppen für große Spannungen in der Region gesorgt.

Unter den Flüchtlingen waren laut syrischen Aktivisten auch Dutzende hochrangige Offiziere der Assad-Armee. Bei dem Zusammenstoß an der syrisch-jordanischen Grenze sollen laut einem syrischen Oppositionellen, der die Kämpfe beobachtet hat, Militärfahrzeuge verwickelt gewesen sein.

Vertreter Jordaniens bestätigten die Kämpfe nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Auf jordanischer Seite sei niemand verletzt oder getötet worden. "Die syrische Seite feuerte über die Grenze, und die Gefechte brachen aus," hieß es laut Reuters von einem jordanischen Informanten, der anonym bleiben wollte.

Die US-Regierung kündigte an, härter gegen das Assad-Regime vorgehen zu wollen. Sie verhängte Sanktionen gegen die staatliche syrische Ölgesellschaft Sytrol. Grund dafür seien Geschäfte mit Iran.

bos/heb/Reuters/dpa



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bayrischcreme 11.08.2012
1.
Zitat von sysopTausende Menschen fliehen vor dem Krieg in Syrien in die Nachbarländer. An der Grenze zu Jordanien kam es jetzt zu einem schweren Zwischenfall: Assads Soldaten feuerten in der Region Tel Shebab-Turra auf eine Gruppe von Flüchtlingen - die jordanische Armee schoss zurück. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,849474,00.html
Und wieder mal wird uns nur die Schilderung einer Seite präsentiert. Und natürlich sind in dieser Schilderung mal wieder die "Schergen Assads" die Alleinschuldigen.
w.o. 11.08.2012
2.
Zitat von bayrischcremeUnd wieder mal wird uns nur die Schilderung einer Seite präsentiert. Und natürlich sind in dieser Schilderung mal wieder die "Schergen Assads" die Alleinschuldigen.
Wenn Journalisten in Syrien überall und frei arbeiten könnten, wäre das anders,
spon-facebook-10000385158 11.08.2012
3. Gääähhhnnnn
Zitat von sysopTausende Menschen fliehen vor dem Krieg in Syrien in die Nachbarländer. An der Grenze zu Jordanien kam es jetzt zu einem schweren Zwischenfall: Assads Soldaten feuerten in der Region Tel Shebab-Turra auf eine Gruppe von Flüchtlingen - die jordanische Armee schoss zurück. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,849474,00.html
NA sicher... und wieder wird das Bild von Assad gemalt, dass er unkontrolliert auf eine Masse von Menschen schiesst, da man das ja kennt, wie es uns die Propagandapresse in den letzten Monaten so oft vermittelt hat. Wieder die Verdummungspraktik. Was sollte es der syrischen Regierung nützen auf flüchtende Landsleute zu schießen? Ich vermute eher, dass das mal wieder eine konzertierte Aktion der Terroristen war, um Chaos herbeizuführen und Unfrieden zu stiften. Mal wieder so eine False Flagg Aktion, damit es wieder diese völlig irrsinnigen Nachrichten gibt, die das Bild von Assad als Psychopaten nähren soll.
demokratischersozialist 11.08.2012
4. Fluechtlinge, aber welche??
Was sollte die syrische Armee davon haben auf fluechtende Zivilisten zu feuern? Das ergibt keinen Sinn oder aber nur fuer Propagandazwecke, um Assad als das "Boese" wieder einmal anzuprangern. Ich koennte mir durchaus vorstellen, das es sich bei den Fluechtlingen um fliehende "Rebellen" handelte, die wahrscheinlich nicht mit den restlichen "Rebellen" in Syrien untergehen wollen!?
agua 11.08.2012
5. Diese Nachricht
glaube ich erst,wenn diese Informationen bestaetigt werden.Jordanien sagt,es habe keinen Toten gegeben.Und Reuters beruft sich auf einen Zeugen,der anonym bleiben will...
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