Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

"Atalanta"-Mission in Somalia: Opposition will Piratenjagd am Strand verhindern

Von

Es ist eine radikale Wende im Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika: Pläne der EU-Mission "Atalanta" sehen vor, dass Seeräuber künftig auch an Land angegriffen werden. Bei den gefährlichen Einsätzen in Somalia könnten auch deutsche Soldaten dabei sein. Die Opposition lehnt das vehement ab.

Seeräuber vor Somalia: Jagd auf hoher See - und bald am Strand Fotos
AFP

Hamburg - Vor lauter Piratenschiffen verschwindet das Blau der See. Auf der Internetseite des International Maritime Bureau (IMB) gibt es eine Weltkarte, die die Bewegungen verdächtiger Wasserfahrzeuge anzeigt. Rund um das Horn von Afrika überlagern sich Dutzende Symbole, jedes steht für einen tatsächlichen oder versuchten Piratenangriff. Die grafische Darstellung macht deutlich: Vor Somalia und der Südküste der Arabischen Halbinsel blüht die Seeräuberei, mit jährlich Dutzenden Todesfällen und Milliardenschäden für die Reedereien.

Den Piraten steht eine internationale Seeschutztruppe gegenüber - bei der sich offenbar ein drastischer Strategiewechsel abzeichnet. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" soll den Marinekräften der EU-Mission "Atalanta" künftig erlaubt werden, auch an Land gegen Boote und Einrichtungen der Piraten vorzugehen.

Nach Informationen der Zeitung beauftragte das Politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSK) der EU die Führung von "Atalanta" damit, den Operationsplan entsprechend anzupassen. "Zerstörung von Piraterielogistik am Strand" nennt ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, was das PSK da am 20. Dezember auf die Agenda gehoben hat. Bereits jetzt läuft die Abstimmung mit der somalischen Regierung, die ihre Zustimmung zu den Plänen zugesichert hat. Der Einfluss der Regierung über das kriegsgebeutelte Land gilt allerdings als gering.

Doch wie soll diese "Zerstörung" genau aussehen? Ein Szenario sieht den Einsatz von Hubschraubern vor, die von Kriegsschiffen aus Attacken auf somalischen Boden fliegen. Hier könnte die deutsche Marine in Spiel kommen. Das Auswärtige Amt betonte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, dass ausschließlich die Zerstörung von Piraterielogistik am Strand, nicht aber ein Einsatz an Land diskutiert wird.

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr teilte SPIEGEL ONLINE mit, dass sich die Marine derzeit nur mit der Fregatte "Lübeck" am Einsatz beteiligt. Am 6. Dezember 2011 wurden die Fregatten "Bayern" und "Köln" abgezogen, auch deutsche Aufklärungsflugzeuge sind nach Angaben des Kommandos derzeit nicht vor Ort.

Versorger "Berlin" könnte wichtige Rolle spielen

Im Frühjahr allerdings wird der Einsatzgruppenversorger "Berlin" in die Region verlegt. "Der Versorger ist als Fregattenequivalent ausgelegt und ist diesen in einigen Bereichen sogar überlegen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums SPIEGEL ONLINE. An Bord befindet sich ein "zur Pirateriebekämpfung geeignetes Fähigkeitspaket" aus entsprechender Bewaffnung, geschultem Personal und medizinischen Einrichtungen.

Noch wichtiger jedoch: Die "Berlin" transportiert zwei Hubschrauber der "Sea King"-Klasse des Marinefliegergschwaders 5 in Kiel. Diese besitzen eine deutlich höhere Reichweite als bisher vor Afrika eingesetzte Modelle und wären entsprechend besser für Einsätze an Land geeignet. Ab Mitte März 2012 soll zudem ein Seefernaufklärer über dem Gebiet patrouillieren.

Konkrete Operationspläne gibt es nach Angaben des Verteidigungsministeriums aber noch nicht. Bisher werde auf theoretischer Ebene diskutiert, die genaue Ausgestaltung der neuen Mission werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Unionsfraktion offen für neues Mandat

Laut Auswärtigem Amt ist für eine Erweiterung der Missionsaufgaben ein Mandat des Deutschen Bundestags zwingend erforderlich. In der Koalition aber gibt es noch Gesprächsbedarf. Philipp Mißfelder (CDU) etwa, der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, sagte SPIEGEL ONLINE, er sei von den Medienberichten über die EU-Pläne überrascht worden. FDP-Verteidgungsexpertin Elke Hoff warnte in der "FAZ" vor einer neuen Eskalation durch die geänderte EU-Strategie. Ein Einsatz an Land sei eine "heikle Sache", die Gefahr für Zivilisten würde steigen, so die Politikerin.

Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff zeigte sich grundsätzlich offen für eine Ausweitung des "Atalanta"-Mandats. "Langfristigen Schutz vor Piraten bekommen wir nicht allein, indem wir deren Boote vertreiben", sagte Schockenhoff SPIEGEL ONLINE. "Auch die Operationsfähigkeit der Piraten an der Küste muss zerstört werden."

Sollte die Prüfung der EU ergeben, dass dafür militärische Einsätze auch an Land erforderlich sind, sei es sinnvoll, das Mandat der Mission entsprechend auszuweiten. Dass dann auch die Bundeswehr auf somalischem Boden gegen Piraten vorgehen muss, wollte der CDU-Außenexperte nicht ausschließen, einen Automatismus sieht er jedoch nicht. "Nicht jede teilnehmende Nation muss sich auch an allen Operationen beteiligen", sagte Schockenhoff. "Die Frage ist dann: Welche Fähigkeiten werden gebraucht, und wer kann diese zur Verfügung stellen?"

Heftige Kritik an den Plänen kommt von der Opposition. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, forderte die Bundesregierung laut "Süddeutscher Zeitung" auf, dafür zu sorgen, dass auf europäischer Ebene "keine Abenteuer geplant werden. Ein klares operatives Konzept sei für ihn nicht zu erkennen, so Arnold. Die Drahtzieher der Piratenangriffe säßen auch nicht "am Strand, sondern in ihren Villen irgendwo im Hinterland". Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Omid Nouripour, nannte die Überlegungen "blanken Wahnsinn".

Piraten suchen sich neue Ziele

Eine neue Strategie im Kampf gegen die Piraterie scheint dringend notwendig: Die Seegebiete vor Somalia und dem Südrand der Arabischen Halbinsel gelten trotz leicht rückläufiger Überfallszahlen weiter als gefährlichstes Revier der Welt. Allein 2011 griffen die somalischen Seeräuber 230 Schiffe an, 26 davon konnten gekapert und entführt werden.

Längst haben die Piraten entdeckt, dass die Schiffe neben der eigentlichen Ladung noch eine viel wertvollere Fracht an Bord haben: die Besatzung. Waren bisher meist vor allem Frachter und Tanker beliebte Angriffsziele, geraten nun immer mehr kleinere Boote ins Fadenkreuz. Sogar private Segelyachten werden gekapert, mit der Crew soll ein Millionen-Lösegeld erpresst werden. Anfang Dezember 2011 mussten die Yachten des Volvo Ocean Race auf bewaffnete Frachter verladen werden, um eine sichere Passage der Region zu ermöglichen. Die Aktion verlief unter strenger Geheimhaltung.

Die finanziellen Anreize bleiben bei allen Gefahren des modernen Seeräuberlebens überwältigend. Laut einer Studie des internationalen Beratungsunternehmens Geopolicity geht die Strategie für die Piraten in vielen Fällen auf. So könne ein Seeräuber an der Küste Somalias binnen fünf Jahren zwischen 170.000 und 394.000 US-Dollar verdienen. Zum Vergleich: Im besten Fall liegt er damit beim 150fachen des somalischen Durchschnittslohns. Den Gesamtschaden durch die Piratenmissionen beziffert die Studie mit rund acht Milliarden Dollar pro Jahr.

Entsprechend hoch sind die "Fangquoten". Im Jahr 2010 befanden sich zeitweilig rund 450 Menschen als Geiseln in der Hand der somalischen Piraten, 15 starben bei den Attacken auf ihre Boote.

Mitarbeit: Philipp Wittrock

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 150 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Ganz ehrlich...
fatherted98 29.12.2011
Zitat von sysopEs ist eine radikale Wende*im Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika: Pläne der EU-Mission "Atalanta" sehen vor, dass Seeräuber künftig auch an Land*angegriffen werden. Bei den gefährlichen Einsätzen könnten auch deutsche Soldaten dabei sein. Die Opposition lehnt das vehement ab. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806187,00.html
...wer will schon Deutsche Soldaten bei einem Kampfeinsatz dabeihaben? Entweder haben sie keine richtige Kampferfahrung (woher auch) oder sie sind so eingeschüchtert durch evtl. strafrechtliche Konsequenzen in ihrem Heimatland, so dass sie für einen richtigen Kampfeinsatz eh nicht zu gebrauchen sind.
2. Stell dir vor es ist Krieg...
andresa 29.12.2011
...schleichend ziehen sie uns immer mehr hinein. Somalia, Syrien, Iran...ganz langsam wirds immer heftiger. Occupy hat sich schon vor einem Monat gegen Kriegsvorbereitungen positioniert: „Occupy“-Erklärung gegen Krieg #1 | thebabyshambler (http://bit.ly/tXJkkZ) ...anders als der Übliche Internettratsch wird sowas aber vom Mainstream ignoriert...wieso bloß?
3. Unbedingt machen
marcuspüschel 29.12.2011
Zitat von sysopEs ist eine radikale Wende*im Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika: Pläne der EU-Mission "Atalanta" sehen vor, dass Seeräuber künftig auch an Land*angegriffen werden. Bei den gefährlichen Einsätzen könnten auch deutsche Soldaten dabei sein. Die Opposition lehnt das vehement ab. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806187,00.html
Eine sichere Handelsroute wäre durchaus im Interesse der deutschen Zivilbevölkerung. Damit würden die vielen Milliarden die uns die Bundeswehr bisher kostete wirklich mal Früchte tragen. Nur Kosten und Nutzen darf man auf keinen Fall aufrechnen....
4. Kein Tag zu früh!
threadneedle 29.12.2011
Jeden Tag fahren Seeleute durch das Gebiet und kriegen dafür nur die karge Heuer und dumme Sprüche. Das zimperliche Mandat mit dem bislang gegen Piraten vorgegangen wurde reicht nicht aus, sieht man ja. Ich hoffe dass mit der nötigen Konsequenz vorgegangen wird, Halbheiten gab es schliesslich schon genug!
5. Krieg ist die teuerste Lösung!
merapi22 29.12.2011
Zitat von fatherted98...wer will schon Deutsche Soldaten bei einem Kampfeinsatz dabeihaben? Entweder haben sie keine richtige Kampferfahrung (woher auch) oder sie sind so eingeschüchtert durch evtl. strafrechtliche Konsequenzen in ihrem Heimatland, so dass sie für einen richtigen Kampfeinsatz eh nicht zu gebrauchen sind.
Einfach mal überlegen warum es da überhaupt Piraterie gibt: Somalia Bürgerkrieg, Dürre, Hunger! Jetzt versetzen Sie sich mal in die Lage der Menschen am Horn von Afrika, da fahren täglich Tanklaster vorbei mit guten Trinkwasser um tausend km entfernt einen Golfplatz zu bewässern... Krieg ist immer viel teurer als ein friedliche Lösung, umsonst hat die deutsche Piratenpartei nicht das BGE in dass Programm genommen. Gebt den Somaliern eine Existenzsicherung und die Piraterie hat sofort ein Ende. Selbst die Uno fordert für jeden Weltbürger 20 Liter kostenloses Trinkwasser pro Tag!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Moderne Piraten - Gefahr am Horn von Afrika
Klicken Sie auf die Überschrift, um mehr zu erfahren
Maschinengewehre statt Enterhaken
Fernab aller Seeräuberromantik ist die moderne Piraterie eine Form der organisierten Kriminalität. Nach dem Seerechtsübereinkommen von 1982 gelten als Piraterie räuberische oder erpresserische Überfälle auf Schiffe auf hoher See. Angriffe innerhalb nationaler Hoheitsgewässer werden als Strandpiraterie bezeichnet.

Am gefährlichsten sind die Gewässer vor Afrika. Somalia, Nigeria und Tansania sind Schwerpunkte der Angriffe. Vor der Küste Somalias operieren Piraten oft von Mutterschiffen aus, von denen sie auf pfeilschnellen Booten mit Maschinenpistolen und Panzerfäusten bewaffnet zu Raubzügen aufbrechen. Die gekaperten Schiffe werden dann vor die Küste gebracht.
Piratennest Puntland
Puntland ist eine Region am Horn von Afrika, rund 212.000 Quadratkilometern groß, 2,4 Millionen Einwohner. Vor zehn Jahren erklärte sich der trockene Landstrich zum autonomen Teilstaat von Somalia. Tonangebend sind die Stammesstrukturen der Darod, die dort ihr Hauptsiedlungsgebiet haben. Zwei Drittel der Menschen hier sind Nomaden, nahezu alle sunnitische Muslime. Einst lebten sie vom Fischfang vor der 1300 Kilometer langen Küste am Indischen Ozean sowie der Zucht von Kamelen, Schafen und Ziegen.

Gemessen an somalischen Verhältnissen galt die Region bisher als stabil, nach Selbstmordanschlägen auf Regierungsgebäude im Oktober wird aber befürchtet, islamistische Terroristen könnten auch im Puntland Fuß fassen. Inzwischen herrscht auch hier weitgehende Gesetzlosigkeit. Kriminelle Banden verdienten viel Geld mit dem Schmuggel von Flüchtlingen aus Somalia und Äthiopien auf die arabische Halbinsel. Dazu kommen Piratenüberfälle. Die Machthaber von Puntland wurden wiederholt beschuldigt, die Piraten zu unterstützen und einen Teil des Lösegeldes für Schiffe und Besatzungsmitglieder selbst zu kassieren.
Stützpunkte
Das berüchtigtste Piratennest ist Eyl. Gegenwärtig haben Piraten laut Amnesty International nahe der Küstenstadt mehr als 130 Menschen als Geiseln genommen. Insgesamt befinden sich in der Region noch knapp 250 Seeleute und Dutzende Schiffe in der Gewalt der Piraten. Verhandlungen über Lösegeld laufen vielfach.
Lukratives Geschäft
Piraterie in somalischen Gewässern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem lukrativen Geschäftszweig ausgeweitet: Erfolgreiche Entführungen bringen nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Lösegelder in Höhe von einer bis fünf Millionen US-Dollar. Der fast 20 Jahren tobende Bürgerkrieg und die damit einhergehende Verarmung und Militarisierung Somalias haben den Angriffen den Nährboden bereitet.
Zunehmende Entführungen
Somalischen Piraten gelingt es immer häufiger, Schiffe in ihre Gewalt zu bringen. Einem Anfang November veröffentlichten Uno-Bericht zufolge wurden trotz des Einsatzes der internationalen Flotte vor der Küste Somalias in den ersten neun Monaten 2011 37 Schiffe gekapert - im Vorjahreszeitraum waren es noch 33.

Es sei "erschreckend", dass die Piraten mittlerweile 438 Besatzungsmitglieder und Passagiere sowie 20 Schiffe in ihrer Gewalt hätten, sagte der Uno-Untergeneralsekretär B. Lynn Pascoe. Es müsse mehr getan werden, um die Ursachen von Raubüberfälle und Entführungen zu beseitigen.

Doch noch ist von einer Lösung keine Spur, im Gegenteil: Die Angriffe werden brutaler. Am 7. November 2011 erschossen somalische Piraten einen Mann, der die von ihnen gekaperte Yacht nicht verlassen wollte. Die anderen Geiseln - darunter eine Frau und ein Junge - wurden Augenzeugen zufolge an Land gebracht. Bislang kam die Tötung von Geiseln selten vor.
Folgen für Reedereien
Die zunehmenden Angriffe haben die Einfahrt ins Rote Meer bereits so unsicher gemacht, dass erste Reedereien Schiffe nicht mehr von dort durch den Suez-Kanal, sondern auf die weit längere Route um das Kap der Guten Hoffnung schicken. So sollen extrem hohe Versicherungsprämien wegen des Piraten-Risikos oder Kosten für eigene Sicherheitsmannschaften an Bord vermieden werden.

Britische Reedereien und Versicherer haben die Idee einer Privatarmee erneut in die öffentliche Diskussion gebracht.
Anti-Piraten-Missionen
Internationale Streitkräfte versuchen im Rahmen der NATO-Mission "Ocean Shield" und der EU-Mission "Atalanta", die Piraterie zu bekämpfen. Doch während die Kriegsschiffe im besonders gefährdeten Golf von Aden zwischen Somalia und Jemen patrouillieren, haben die Seeräuber ihren Aktionsradius zunehmend auf den Indischen Ozean verlagert. Manchmal gelingen allerdings auch Erfolge: Im April 2010 konnte die niederländische Fregatte "Tromp" den deutschen Frachter "Taipan" aus der Hand von Piraten befreien.
"Atalanta" und Eufor
Die EU-Mission "Atalanta"
An dem Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union am Horn von Afrika nehmen bis zu 1400 Bundeswehrsoldaten teil. Derzeit sind es rund 240 deutsche Soldaten und die Fregatte "Bremen". Sie sollen gemeinsam mit Soldaten aus anderen europäischen Ländern die Schiffe des Welternährungsprogramms, bei Bedarf auch zivile Schiffe, vor Übergriffen schützen sowie die Seewege überwachen. Der Einsatzbereich umfasst bis zu 500 Seemeilen.

Laut EU-Beschluss lautet das Ziel der Mission: "die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen". Dazu gehört explizit auch der "Einsatz von Gewalt". Der bislang geltende Einsatz war bis zum 15. Dezember 2009 befristet.
Der Bosnien-Einsatz
Unter den Kürzeln Ifor und Sfor lief bis Ende 2004 der Nato-geführte Bosnien-Einsatz. An der von der Europäischen Union weitergeführten Eufor-Mission "Althea" beteiligt sich die Bundeswehr aktuell mit 120 Soldaten.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: