Atomabrüstung Nordkorea versichert USA offenbar Gesprächsbereitschaft

Die nordkoreanische Führung soll sich gegenüber der US-Regierung bereit erklärt haben, bei einem möglichen Treffen über einen Abbau des Atomarsenals zu sprechen. Die beiden Länder stehen laut Medienberichten nun in Kontakt.

Eine ballistische Mittelstreckenrakete während einer Parade in Nordkorea (Archiv)
DPA

Eine ballistische Mittelstreckenrakete während einer Parade in Nordkorea (Archiv)


Nordkorea soll den USA nach Informationen aus Regierungskreisen erstmals direkt seine Bereitschaft erklärt haben, bei einem Treffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump über eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu sprechen. Vertreter Nordkoreas hätten dies bei geheimen Treffen mit Repräsentanten der USA geäußert, sagte ein Informant aus US-Regierungskreisen der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge soll die Führung in Nordkorea den USA versichert haben, dass über den Abbau des Atomarsenals bei einem möglichen Gipfeltreffen verhandelt werden könne. Die Zeitung beruft sich auf Quellen aus der Administration von US-Präsident Donald Trump. Demnach hat es Kontakte mit Nordkorea gegeben.

Damit hätte Nordkorea eine der Hürden aus dem Weg geräumt, die ein persönliches Treffen von Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump noch verhindern könnten. Bislang waren die Positionen Kims nur über Vertreter Südkoreas an die USA-Regierung herangetragen worden.

Trump hatte ein Treffen mit Kim nicht ausgeschlossen. Beide Seiten streben offenbar einen Gipfel im Mai an. Jedoch schienen die Vorbereitungen dafür zuletzt ins Stocken geraten zu sein.

Die USA wollen die Beseitigung der nordkoreanischen Atomwaffen erreichen. Nordkorea verlangt den Abzug von US-Truppen aus Südkorea.

cop/dpa/Reuters



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