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Atomenergiebehörde: IAEA-Vizechef Grossi tritt zurück

Sein Rücktritt kam überraschend: Rafael Grossi gibt sein Amt als IAEA-Vizechef auf. Der argentinische Diplomat war maßgeblich an den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm beteiligt. Gründe für sein Ausscheiden sind nicht bekannt.

Atomreaktor Buschehr: Baut Teheran an einer Atombombe? Zur Großansicht
REUTERS

Atomreaktor Buschehr: Baut Teheran an einer Atombombe?

Wien - Der Vizechef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat seinen Rücktritt eingereicht. Das teilte ein IAEA-Sprecher am Sonntag in Wien mit. Der argentinische Diplomat war maßgeblich an den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm beteiligt. Der Zeitpunkt des Rücktritts werde in Kürze bekanntgegeben, sagte der IAEA-Sprecher. Eine Begründung wurde nicht genannt. Die Behörde teilte mit, dass der Rückzug von Grossi die Politik der IAEA gegenüber Teheran nicht verändern oder beieinträchtigen werde.

Auch an anderer Stelle muss die IAEA einen wichtigen Posten neu besetzen, da der Chefinspekteur, der Belgier Herman Nackaerts, im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger wird der Finne Tero Varjoranto. IAEA-Chef Yukiya Amano war im März für eine zweite vierjährige Amtszeit gewählt worden. Diese beginnt im Dezember.

Nackaerts und Grossi waren im vergangenen Jahr bei den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm erfolglos. Bei mehreren Treffen hatten sie es nicht geschafft, Teheran eine Zustimmung zu umfassenderen Inspektionen der iranischen Atomanlagen abzuringen. Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich Atombomben zu bauen. Teheran betont dagegen, sein Nuklearprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken.

lei/AFP/Reuters

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