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Atomenergiebehörde: Syrien erlaubt Inspektion von angeblichem Reaktor

Syrien lässt Atom-Kontrolleure ins Land. Das Regime in Damaskus hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gestattet, ein verdächtiges Gebäude zu untersuchen. Allerdings sind von der Anlage nur noch Trümmer übrig: Israel hatte sie vergangenes Jahr zerstört.

Wien - Am 22. Juni werden IAEA-Mitarbeiter nach Syrien reisen. Das gab der Chef der Behörde, Mohammed el Baradei, am Montag bekannt. Die Inspekteure dürfen das von Israel zerstörte Gebäude untersuchen, in dem laut US-Geheimdienstinformationen ein Plutoniumreaktor entstehen sollte.

CIA-Foto: Verdächtige Anlage in Syrien
AP/ CIA

CIA-Foto: Verdächtige Anlage in Syrien

Syrien bestreitet die Vorwürfe: In der bombardierten Anlage in der syrischen Wüste habe das Land keinen Reaktor zur Herstellung von Plutonium aufbauen wollen.

Die USA wiederum behaupten, ihre Geheimdienste verfügten über Beweise, dass Nordkorea an dem Bau des Reaktors beteiligt war. Verschiedene Experten haben darauf hingewiesen, dass das Gebäude zwar einer Reaktor-Konstruktion ähnelt, dass aber unklar ist, woher Syrien den Brennstoff für einen solchen Reaktor beziehen wollte. Damaskus hatte den Bau nicht der IAEA gemeldet.

Zwischen den USA und der IAEA hat es Auseinandersetzungen um die Causa gegeben. Behörden-Chef Baradei beklagte in seiner Erklärung am Montag, dass Israel und die USA sein Haus erst nach der Zerstörung des Gebäudes über ihren Verdacht informierten.

ler/dpa

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