Streit über Atomprogramm: USA verhängen neue Iran-Sanktionen
Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran durch neue Sanktionen den Druck: Strafmaßnahmen sollen dem Regime in Teheran den Zugriff auf Einnahmen aus Ölverkäufen erschweren.
Washington - Die USA lassen im Streit über das iranische Atomprogramm nicht locker. Das Finanzministerium in Washington verkündete am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen, die Teherans Zugriff auf bei ausländischen Finanzinstituten lagernde Öleinnahmen verhindern sollen.
Teheran könne das Geld zwar in dem Land, an das es Öl verkaufe, für Güter ausgeben, aber nicht mehr auf heimische Konten überweisen. Außerdem verhängten die USA neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die nach Ansicht von Washington die iranische Opposition zensieren.Unter anderem wurde das US-Vermögen der iranischen Rundfunkanstalt IRIB eingefroren.
Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und pocht auf sein Recht auf die Nutzung der Atomenergie. Die internationale Gemeinschaft versucht, Iran mit Sanktionen gegen seine Wirtschaft zum Einlenken zu bewegen. Als letzte Option haben die USA und Israel aber auch einen Militärangriff auf iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.
Die nächsten internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen am 26. Februar in Kasachstan stattfinden. US-Vizepräsident Joe Biden hatte vergangene Woche eine diplomatische Lösung des Atomstreits nicht ausgeschlossen: Die USA seien zu einem bilateralen Treffen bereit.
als/dpa/AFP
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Fläche: 1.648.195 km²
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Hauptstadt: Teheran
Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei
Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad
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Die Außenpolitik Chomeinis wendet sich vor allem gegen die USA und Israel. Am 4. November 1979 besetzen islamische Kräfte die amerikanische Botschaft und nehmen mehr als 50 Geiseln, die erst nach 444 Tagen wieder freikommen. Chomeini billigt die Aktion. Die Beziehungen zu den USA erreichen ihren Tiefpunkt. Unterstützt von den USA überfällt der Nachbarstaat Irak am 22. September 1980 Iran. In dem folgenden acht Jahre langen Krieg zwischen den beiden Ländern sterben etwa eine Million Menschen.

1989 stirbt der religiöse Führer. Der Expertenrat, ein Gremium aus höchsten religiösen Sachverständigen, ernennt Ajatollah Ali Chamenei zum Nachfolger. In den Folgejahren hat Iran stark unter zunehmender Korruption zu leiden. Die Liberalisierung der Wirtschaft bleibt weitgehend wirkungslos. Bereits 1995 verhängen die USA erste wirtschaftliche Sanktionen, weil Iran nach US-Auffassung den internationalen Terrorismus unterstützt.

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