Streit über Atomprogramm: USA verhängen neue Iran-Sanktionen

Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran durch neue Sanktionen den Druck: Strafmaßnahmen sollen dem Regime in Teheran den Zugriff auf Einnahmen aus Ölverkäufen erschweren.

Washington - Die USA lassen im Streit über das iranische Atomprogramm nicht locker. Das Finanzministerium in Washington verkündete am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen, die Teherans Zugriff auf bei ausländischen Finanzinstituten lagernde Öleinnahmen verhindern sollen.

Teheran könne das Geld zwar in dem Land, an das es Öl verkaufe, für Güter ausgeben, aber nicht mehr auf heimische Konten überweisen. Außerdem verhängten die USA neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die nach Ansicht von Washington die iranische Opposition zensieren.Unter anderem wurde das US-Vermögen der iranischen Rundfunkanstalt IRIB eingefroren.

Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und pocht auf sein Recht auf die Nutzung der Atomenergie. Die internationale Gemeinschaft versucht, Iran mit Sanktionen gegen seine Wirtschaft zum Einlenken zu bewegen. Als letzte Option haben die USA und Israel aber auch einen Militärangriff auf iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Die nächsten internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen am 26. Februar in Kasachstan stattfinden. US-Vizepräsident Joe Biden hatte vergangene Woche eine diplomatische Lösung des Atomstreits nicht ausgeschlossen: Die USA seien zu einem bilateralen Treffen bereit.

als/dpa/AFP

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insgesamt 12 Beiträge
S.Vazaha 06.02.2013
Wenn ein Land an ein anders Land etwas verkauft (also Iran Öl verkaufen will), dann darf die USA bestimmen, ob das Land wie in der Steinzeit Tauschhandel betreiben muss. Bravo!
Wenn ein Land an ein anders Land etwas verkauft (also Iran Öl verkaufen will), dann darf die USA bestimmen, ob das Land wie in der Steinzeit Tauschhandel betreiben muss. Bravo!
Kaygeebee 06.02.2013
Dürfen die USA das überhaupt? Einfach so Sanktionen gegen ein Land verhängen dessen Schuld nie bewiesen worde? Und dann wundert man sich warum der Iran so renitent ist. Wer immer nur getreten wird kuscht irgendwann nicht mehr. [...]
Dürfen die USA das überhaupt? Einfach so Sanktionen gegen ein Land verhängen dessen Schuld nie bewiesen worde? Und dann wundert man sich warum der Iran so renitent ist. Wer immer nur getreten wird kuscht irgendwann nicht mehr. Irgendwann beißt der Hund zurück. Aber seit wann interessiert Washington internationales Recht...
Solkol 07.02.2013
Wer sind die den eigendlich? USA besetzt, tötet, mischt sich in angelegenheiten ein die sie garnichts zu interessieren haben. Ich hoffe so sehr das diese Menschen auf die Nase fallen. Iran ist meiner Meinungnach das nächste Opfer [...]
Wer sind die den eigendlich? USA besetzt, tötet, mischt sich in angelegenheiten ein die sie garnichts zu interessieren haben. Ich hoffe so sehr das diese Menschen auf die Nase fallen. Iran ist meiner Meinungnach das nächste Opfer nach Irak, Afganistan etc. Und wir Europäer bzw. Deuschland haben nur das zu vertreten was die Amerikaner uns sagen oder "Israel" Palestinensien
hxk 07.02.2013
...sondern Journalismus. Gestatten Sie mir einer Erklärung: Das Finanzministerium in Washington verkündete am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen, die Teherans Zugriff auf bei ausländischen Finanzinstituten lagernde Öleinnahmen [...]
Zitat von S.VazahaWenn ein Land an ein anders Land etwas verkauft (also Iran Öl verkaufen will), dann darf die USA bestimmen, ob das Land wie in der Steinzeit Tauschhandel betreiben muss. Bravo!
...sondern Journalismus. Gestatten Sie mir einer Erklärung: Das Finanzministerium in Washington verkündete am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen, die Teherans Zugriff auf bei ausländischen Finanzinstituten lagernde Öleinnahmen verhindern sollen. Selbstverständlich kann das US-Finanzministerium einer ausländischen Bank nicht *unmittelbar* Vorschriften machen. Mittelbar aber sehr wohl, indem es z.B. festlegt, dass alle ausländischen Banken die mit dem Iran bestimmte Geschäfte machen ihren Zugang zum US-Markt verlieren. Dann muss sich die Bank entscheiden: US-Geschäft oder Iran-Geschäft und da die USA ein viel größerer Markt sind, entscheiden sich Banken i.d.R. gegen den Iran.
TheGrinder 07.02.2013
Läuft das ganze dann unter dem Banner "vertrauensbildende Maßnahmen"?! Nur mal so mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Regierungen der USA und des Iran ja immerhin in den letzten Tagen ein gegenseitiges [...]
Zitat von sysopDie USA erhöhen im Atomstreit mit Iran durch neue Sanktionen den Druck: Strafmaßnahmen sollen dem Regime in Teheran den Zugriff auf Einnahmen aus Ölverkäufen erschweren. Atomprogramm: USA verhängen neue Iran-Sanktionen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/atomprogramm-usa-verhaengen-neue-iran-sanktionen-a-881906.html)
Läuft das ganze dann unter dem Banner "vertrauensbildende Maßnahmen"?! Nur mal so mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Regierungen der USA und des Iran ja immerhin in den letzten Tagen ein gegenseitiges Entgegenkommen und weitere Verhandlungsbereitschaft signalisiert haben. Seitens der USA schaut dies nicht gerade nach "Verhandlungsbereitschaft" aus....
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  • Mittwoch, 06.02.2013 – 20:37 Uhr
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Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 74,962 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad

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Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.





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