Atomstreit USA verhängen zusätzliche Sanktionen gegen Iran

Bankkonten sollen eingefroren, der Zugang zum US-Finanzmarkt verwehrt werden: Die USA verhängen weitere Strafmaßnahmen gegen rund 30 iranische Unternehmen und Personen, die bisherige Sanktionen im Atomstreit offenbar umgangen haben.

Schwerwasserreaktor in Arak: Streitpunkt bei den Verhandlungen
REUTERS

Schwerwasserreaktor in Arak: Streitpunkt bei den Verhandlungen


Washington - Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA zusätzliche Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen betreffen rund 30 Personen und Banken. Sie sollen an der Entwicklung der iranischen Raketen- und Atomprogramme beteiligt sein, internationale Sanktionen umgehen und den Terrorismus in der Region unterstützen, wie das US-Finanzministerium mitteilte.

Zu den Unternehmen gehören Reedereien, Ölfirmen, Banken und eine Fluggesellschaft. Auch Organisationen, die Syriens Machthaber Baschar al-Assad unterstützen, seien ein Ziel. Die USA wollen nun Bankkonten der Betroffenen einfrieren und ihnen den Zugang zum US-Finanzmarkt verwehren.

Auch das US-Außenministerium kündigte weitere Maßnahmen an. Das Land hat nach der Forderung der Atomverhandler bis zum 24. November Zeit, um im Atomstreit zu einer Einigung zu kommen.

Die sogenannten P5+1-Länder, das sind die fünf Vetomächte des Uno-Sicherheitsrats plus Deutschland, verhandeln mit dem Iran über ein dauerhaftes Abkommen, das dem Land die friedliche Nutzung der Kernkraft erlauben, ihm zugleich aber die Möglichkeit zur Entwicklung von Atomwaffen nehmen soll.

Teheran besteht auf seinem Recht auf Kernforschung und friedliche Nutzung der Atomenergie. Erst in der vergangenen Woche hatte Irans Präsident Hassan Rohani gesagt, er wolle sich persönlich in die Verhandlungen einschalten, um die Garantie auf ein friedliches Atomprogramm durchsetzen zu können.

Ein Streitpunkt bei den Verhandlungen ist der Schwerwasserreaktor in Arak. Während Teheran versichert, der Reaktor diene vor allem medizinischen Forschungszwecken, vermuten Israel und westliche Staaten, dass mit Plutonium aus Arak Atomwaffen hergestellt werden sollen.

kha/dpa/AFP

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pleasenocomment 29.08.2014
1.
And here we go again. Tja Projekt Ukraine hat sich nicht positiv genug entwickelt, da muss wieder direkt gegen den nahen Osten weiter gemacht werden... Ich weiss... Iran hat Atomwaffen und USA haben bestimmt Beweise... wie halt beim Irak, gell? Da fällt mir ein, haben die USA eigtl. beim Irak nicht gegen die eigen aufgestellten Gesetze beim Nürnberger Prozess verstossen? Plänen und Führen eines Angriffskrieges, Verbrechen gegen die Menschlichkeit (u.a. durch Folter). Wenn dies nun USA machen darf, heisst es doch dass die Nürnberger Prozesse nichts als Siegerjustiz war oder sehr ich das falsch, ich meine, ich weine den Verbrechern des 3. Reiches keine Träne nach, aber es geht um's Prinzip.
djawad85 30.08.2014
2. Wahnsinn
da der iran der einzige ernsthafte Gegner der IS Terroristen in der Region ist wundert es mich als rational denkenden Menschen sehr wieso man dieses Land für seinen Einsatz gegen den Terror in der Region jetzt auch noch bestraft? ? Hier wird von den USA schon wieder aussenpolitik ohne Sinn und Verstand betrieben! !
spieleraja 30.08.2014
3. Beteiligte
Ich frage mich, sicherlich wie viele andere auch, warum ein echter Schurkenstaat, wie Israel, etwas vermuten und zum Ausdruck bringen darf und das von den Autoren nicht als scheinheiligen Mumpiz dargestellt wird.
meier_7 30.08.2014
4.
Ich kann den Blödsinn echt nicht mehr hören, die USA und Israel sollten sich mal lieber um ihre eigenen Fehler kümmern, da haben sie viel mehr zu tun.
mohsensalakh 30.08.2014
5. USA bewaffnet und finanziert IS...
...und hat zuvor Talibanen an die Macht geholfen aber hat die Frechheit so zu lügen. Iran unterstüzt den Staat Syrien, der im Kampf gegen IS steht. IS-kämpfer tragen israelische UZI und sonst amerikanische Waffen. Für was steht IS eigentlich? Für Israel?
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