USA-Iran-Treffen Iranischer Innenminister sieht Trumps Angebot kritisch

US-Präsident Trump zeigt sich zu einem Treffen mit Iran bereit. Iranische Politiker äußern sich skeptisch. Der Innenminister bezeichnet die USA als "nicht vertrauenswürdig".

US-Präsident Trump
MICHAEL THOMAS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

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Überraschend hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Irans Regierung ins Spiel gebracht -allerdings nur ohne Vorbedingungen. Daraufhin kündigte ein Berater Rohanis an, dass ein solcher Gipfel an Bedingungen geknüpft sein würde. Nun reagierten weitere iranische Politiker kritisch auf das Angebot.

Irans Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli bezeichnete die USA als "nicht vertrauenswürdig". "Wie können wir diesem Land vertrauen, nachdem es das Atomabkommen aufgekündigt hat?", wird der Politiker von der iranischen Nachrichtenagentur FARS zitiert. (Lesen Sie hier eine Analyse)

Ähnlich hat sich demnach auch der Vorsitzende des Iranischen Rats für Auslandsbeziehungen geäußert. Teheransehe "keinen Nutzen" in einem Treffen mit den USA. "Nach unseren schlechten Erfahrungen und aufgrund der Tatsache, dass US-Vertreter sich nicht an Absprachen halten, ist es nur natürlich, dass wir in Trumps Angebot keinen Nutzen sehen", sagte Kamal Kharazi.

Der Zeitpunkt für Verhandlungen mit den USA sei nicht gut, sagte ein Abgeordneter der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA zufolge. "Hätte Trump das Atomabkommen nicht aufgekündigt und Sanktionen gegen Iran verhängt, würde Verhandlungen mit den USA nichts im Wege stehen", sagte der stellvertretende Parlamentssprecher Ali Motahari. Unter den gegebenen Umständen wären Gespräche mit den USA jedoch eine "Demütigung" für Iran.

asc/Reuters/AFP



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