Atomstreit mit Nordkorea: Südkorea und USA starten Seemanöver

Atom-U-Boot "USS San Francisco": Seemanöver vor Südkoreas Ostküste Zur Großansicht
AP/ Yonhap

Atom-U-Boot "USS San Francisco": Seemanöver vor Südkoreas Ostküste

Nordkorea hat einen neuen Atomtest angekündigt, jetzt beginnen Südkorea und die USA zur Abschreckung ein gemeinsames Seemanöver vor der Küste der Halbinsel. Der neue amerikanische Außenminister John Kerry machte klar, dass das Regime in Pjöngjang "mit erheblichen Konsequenzen rechnen muss".

Seoul - Südkorea und die USA bereiten sich auf neue Provokationen Nordkoreas vor: Am Montag starteten die Streitkräfte der beiden Verbündeten vor der Ostküste Südkoreas ein gemeinsames Seemanöver. Nordkorea verurteilt die Übungen der beiden Länder als Vorbereitung zu einem Angriff. Die USA und Südkorea bestreiten das.

An dem dreitägigen Training nehmen neben südkoreanischen Kriegsschiffen auch das Atom-U-Boot "USS San Francisco" sowie ein Zerstörer mit dem Warn- und Feuerleitsystem Aegis der amerikanischen Marine teil. Die Übungen dienen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul unter anderem der Raketen- und U-Boot-Abwehr. Die USA haben zurzeit 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Das Manöver war zwar schon seit längerem geplant, findet jetzt aber in einer angespannten Lage statt. Südkorea und die USA gehen davon aus, dass Nordkorea jederzeit seine Drohung mit einem neuen Atomwaffentest wahr machen kann. Das kommunistische Land hatte im Januar einen Atomtest sowie weitere Raketentests aus Protest gegen die Ausweitung von Uno-Sanktionen angekündigt. Mit dem Beschluss hatte der Weltsicherheitsrat auf einen umstrittenen nordkoreanischen Raketenstart reagiert.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte am Wochenende nach Berichten der Staatsmedien "Richtlinien für die Stärkung der Streitkräfte und zur Verteidigung des Landes" ausgegeben. Kim habe die Anweisungen in einer "wichtigen" Abschlussrede zu einem erweiterten Treffen der zentralen Militärkommission der Arbeiterpartei getroffen, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Neben organisatorischen Fragen habe der Ausbau der militärischen Kapazitäten im Mittelpunkt gestanden. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Aber damit heizt Kim Spekulationen an, dass ein weiterer Atomtest unmittelbar bevorsteht.

Der neue US-Außenminister John Kerry und seine Kollegen aus Südkorea und Japan reagierten umgehend mit deutlichen Warnungen an Pjöngjang: In einem Konferenzgespräch mit Fumio Kishida (Japan) und Kim Sung-Hwan (Südkorea) stellte Kerry klar, dass Nordkorea "mit erheblichen Konsequenzen der internationalen Gemeinschaft rechnen muss, wenn es seine provokativen Aktionen fortführt", wie der US-Sender CNN berichtete.

als/dpa

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1. Bonmot
acomment 04.02.2013
Haha, der Satz "Südkorea und die USA bereiten sich auf neue Provokationen Nordkoreas vor" ist schön doppeldeutig...
2. Eine Menge
Peter-Lublewski 04.02.2013
Sieht so aus, als ob sich die USA für's neue Jahr eine Menge vorgenommen haben.
3. "Internationale Gemeinschaft"
G-Kid 04.02.2013
Zitat von sysopNordkorea hat einen neuen Atomtest angekündigt, jetzt beginnen Südkorea und die USA zur Abschreckung ein gemeinsames Seemanöver vor der Küste der Halbinsel. Der neue amerikanische Außenminister John Kerry machte klar, dass das Regime in Pjöngjang "mit erheblichen Konsequenzen rechnen muss". Atomstreit mit Nordkorea: Südkorea und USA starten Seemanöver - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/atomstreit-mit-nordkorea-suedkorea-und-usa-starten-seemanoever-a-881262.html)
sollte zum Unwort des Jahres erklärt werden. Wer ist denn die internationale Gemeinschaft? Gehören die größten Länder wie China, Rußland, Indien Brasilien usw. dazu?
4. also
G-Kid 04.02.2013
Zitat von acommentHaha, der Satz "Südkorea und die USA bereiten sich auf neue Provokationen Nordkoreas vor" ist schön doppeldeutig...
USA und Südkorea machen Manöver vor der nordkoreanischen Küste und das soll eine nordkoreanische Provokation sein? Irgendwie verkehrte Welt! Wer ist denn hier der Provokateur?
5. Eines Tages...
verbalix 04.02.2013
...wird es da unten richtig rappeln.Und dann Norrmutdkorea von der Landkarte verschwunden.Und der Rest der Welt ve ... ...ist dieses Kaff namens Nordkorea auf der Weltkarte nicht mehr zu finden.Und möglicherweise der Rest der Welt auch.Unseren Supermächten sei Dank dafür.
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