Attentat in Christchurch Polizei findet weiteren Toten 

Bei den Anschlägen auf zwei Moscheen in Neuseeland ist ein Mensch mehr gestorben als bislang bekannt. Damit tötete Brenton Tarrant 50 Menschen. Zwei weitere Verdächtige haben offenbar keine Verbindung zu der Tat.

Ein Polizist vor der Masjid Al Noor Moschee in Christchurch
REUTERS

Ein Polizist vor der Masjid Al Noor Moschee in Christchurch


Die Zahl der Toten nach dem Angriff auf zwei Moscheen in Neuseeland ist auf 50 gestiegen. In einer der Moscheen in Christchurch sei ein weiterer Toter gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntag (Ortszeit) mit.

Auch die Zahl der Verletzten durch den Anschlag vom Freitag wurde nach oben korrigiert: Es gebe 50 Verletzte, von denen sich noch 36 im Krankenhaus befänden, teilte die Polizei mit. Zwei von ihnen seien in einem kritischen Zustand.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

Ein Polizeisprecher gab zudem bekannt, dass zwei am Freitag festgenommene Männer keine direkte Verbindung zu dem Anschlag und dem Attentäter hätten. Sie seien an einer Polizeisperre festgenommen worden und hätten Schusswaffen bei sich gehabt.

Damit gebe es im Zusammenhang mit den Anschlägen bislang nur einen Beschuldigten, hieß es weiter. Es handelt sich dabei um den australischen Rechtsextremisten Brenton Tarrant, der am Freitag in den beiden Moscheen das Feuer eröffnet hatte. Seine Bluttat übertrug er live per Kamera im Internet. Der Mann ist in Polizeigewahrsam, er wurde bereits von einem Gericht offiziell des Mordes beschuldigt.

Am Samstag erschien er in Handschellen und weißer Gefängniskleidung vor einem Gericht in Christchurch. In der Stadt hatte er der Anklage zufolge zuvor den schlimmsten Massenmord in der Geschichte des Landes begangen. Er soll das nächste Mal am 5. April vor Gericht stehen. Nach Polizeiangaben werden dann wahrscheinlich weitere Anklagen gegen ihn erhoben.

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Terroranschläge auf Muslime: Neuseeland in Trauer vereint

Im ganzen Land löste die Tat eine riesige Welle der Solidarität mit der muslimischen Minderheit aus. Den ganzen Samstag über legten Menschen Blumen vor der Hauptmoschee in Christchurch nieder. Andere spendeten per Crowdfunding Millionen von Dollar oder boten verängstigten Muslimen ihre Begleitung an.

Im Video: Attentäter von Christchurch offiziell des Mordes beschuldigt

mal/Reuters/AFP

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