Attentat von Arizona: Amerikas verirrte Debatte

Ein Kommentar von Marc Hujer, Washington

Das Land trauert, Amerikas linke Meinungsmacher blasen zum Angriff: Nach dem Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords geben manche Kommentatoren Tea-Party-Ikone Sarah Palin eine Mitverantwortung. Das könnte sich bitter rächen - und Palin stärker machen.

Washington - Das Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords ist eine Tragödie. Aber diese Tragödie könnte für die amerikanische Politik auch eine Chance sein, zusammenzurücken, zurück zu einem zivileren Umgang zu finden und endlich die Spaltung zu überwinden, die seit der Präsidentschaft von George W. Bush Amerika prägt. Aber schon Stunden nach dem Attentat droht die Debatte erneut zu entgleisen.

Ausgerechnet die, die sich im vergangenen Jahr am lautesten über die Debattenkultur erregt haben, über die Rhetorik der Tea Party, die harschen Worte der Rechten, die haltlosen Obama-Hitler-Vergleiche, vergiften nun die Debatte ihrerseits mit haltlosen Unterstellungen. Ohne Fakten zu kennen, suchen sie nach Schuldigen hinter dem Anschlag, und sie finden sie wahlweise bei den Rechten, der Tea Party, beim republikanischen Parteichef Michael Steele und der Tea-Party-Heldin Sarah Palin .

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Anschlag auf US-Abgeordnete Giffords: "Alles geschah innerhalb von Sekunden"
Es sind schwere Vorwürfe, die erhoben werden. "Mission accomplished, Sarah Palin", höhnte der linke Blogger Markos Moulitsas nach dem Blutbad, und Keith Olbermann, Kommentator beim Fernsehkanal MSNBC forderte, Palin müsse aus der Partei verstoßen werden, wenn sie nicht einsichtig sei. Auch Paul Krugman zog in der "New York Times" die Verbindung von der "Rhetorik" der rechten Hassprediger zu dem Attentat, und der frühere Abgeordnete Chris Carney sagte, Palin solle zugeben, dass sie einen Fehler gemacht habe.

Amerika hat zweifellos kein gutes Jahr hinter sich; ein Jahr politischer Hasspredigten und Diffamierungen. Ein Jahr, in dem es zur Mode wurde, Obama seine amerikanische Staatsbürgerschaft abzusprechen und Abgeordnete zu bedrohen, die für seine Gesundheitsreform stimmten. Aber haben Palin und Co. mit ihren Worten wirklich den Boden bereitet für diese Tat? Hat Jared L., der 22-jährige Täter, geschossen, weil Palin auf der Web-Seite die Wahlbezirke der demokratischen Abgeordneten mit Fadenkreuzen markierte, darunter auch den Giffords'? Hat er getötet, weil auf Palins Facebook-Seite stand: "Do not retreat! Instead - reload", nicht nachgeben, stattdessen nachladen?

Die Sprache, die Sarah Palin und einige Tea-Party-Anhänger wählten, war zweifellos roh und unangemessen, aber sie liefert noch lange keinen Beweis dafür, dass sie die Tat in Arizona motiviert haben. Was bisher über den Täter bekannt ist, deutet auch nicht darauf hin, dass er ein Tea-Party-Anhänger ist oder ein Palin-Verehrer, er scheint überhaupt keine klaren politischen Überzeugungen zu haben. Zu seinen Lieblingsbüchern zählte er das Kommunistische Manifest, Hitlers "Mein Kampf" und "Peter Pan", ein wirres Sammelsurium. Einen Hinweis auf eine politisch motivierte Tat gibt es jedenfalls nicht.

Die massive Kritik an Sarah Palin führt in die Irre. Nicht nur, weil es ein haltloser Vorwurf ist. Das Kalkül, Palin auf diese Art zu schwächen, könnte sich ins Gegenteil verkehren.

Denn Palin hat schon immer davon profitiert, Opfer zu sein - Opfer der liberalen Elite. Immer wieder haben sich die Leute über sie lustig gemacht, als sie im Präsidentschaftswahlkampf 2008 zum ersten Mal über Außenpolitik sprach, als sie sich später bei Reden und Fernsehauftritten Stichworte auf ihre Handinnenflächen schrieb. Aber wenn sich Leute über sie lustig gemacht haben, wenn sie attackiert wurde, als oberflächlich und unqualifiziert, hat ihr das bei ihren Anhängern stets geholfen. Der Vorwurf, sie trage Mitschuld an dem Anschlag in Arizona, könnte ihr deshalb mehr helfen als schaden. Er macht sie zur Märtyrerin, zum Opfer, wieder einmal.

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insgesamt 210 Beiträge
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1. Ikone und Heldin
Ohli 10.01.2011
Zitat von sysopDas Land trauert, Amerikas linke Meinungsmacher blasen zum Angriff: Nach dem Attentat*auf die*demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords geben manche Kommentatoren Tea-Party Ikone Sarah Palin eine Mitverantwortung. Das könnte sich bitter rächen - und Palin stärker machen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,738576,00.html
Ein Artikel eines Autoren der eindeutig auf Seite der rechten Bewegung in Amerika steht und aus der Schreibtischtäterin Palin eine Märtyrerin macht. Ekelhaft.
2. Ja, das wird sich rächen.
palmer555 10.01.2011
'...geben manche Kommentatoren Tea-Party Ikone Sarah Palin eine Mitverantwortung. Das könnte sich bitter rächen - und Palin stärker machen.' Palin hat jetzt schon rund 50% Zustimmung bei den Wählern, für die Obama offensichtlich die Inkarnation des Bösen ist. Wer so denkt, denkt einfach, sehnt sich nach einfachen Lösungen und nach einfachen Führern. Dass diese - wie G.W. Bush - von den real Herrschenden als Sympathieträger vorgeschickt werden und noch weniger zu sagen haben als ein Obama, lässt mich für 2013 Schlimmes erwarten.
3. es beginnt mit Worten ...
H. Krämer, 10.01.2011
Zitat von sysopDas Land trauert, Amerikas linke Meinungsmacher blasen zum Angriff: Nach dem Attentat*auf die*demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords geben manche Kommentatoren Tea-Party Ikone Sarah Palin eine Mitverantwortung. Das könnte sich bitter rächen - und Palin stärker machen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,738576,00.html
... und wenn es doch so ist, dass sie damit die Tat in Gedanken schon vorgelebt hat ? Wenn sie Leute zum Abschuss markiert, soll man dann so tun, als ob das nicht so gewesen ist ? Sollen nun die Demokraten republikanische Gegner zum Abschuss frei geben. Einfach als Fortsetzung der Auseinandersetzung mit anderen Mitteln. Es mag auf den ersten Blick klug erscheinen, Zurückhaltung zu üben. Aber nur auf den ersten Blick. Wer wirklich tolerant ist, muss schon aus dieser Überzeugung heraus gegen Intolerante vorgehen. Sonst ist die "Toleranz" lediglich ein Zeichen dafür, dass man je nach Windrichtung für alle Richtungen offen ist. Aber ja nichts riskieren - das ist pure Feigheit. Damit ermutigt man andere Feiglinge, unterhalb der Ebene von Palin. Da sie sehen, man kann auf diese Weise "argumentieren" und hat durchschlagenden Erfolg damit.
4. Einzelfälle verwerten
donbernd, 10.01.2011
Inzwischen ist es doch in der Politik gross in Mode Einzelfälle sofort für die eigene Sache auszuschlachten, und selbst ein System zu leugenen wenn es die eigene Ideologie nicht stützt. Ein gutes Beispiel sind hier die 132 'rechten' Morde in 20 Jahren , die natürlich ein System darstellen und smyptomatisch für die gesammte Gesellschaft verstanden werden sollen, während man sich bei 1500 Morden durch Zuwanderer alleine im letzten Jahr strikt weigert etwas anderes als das Wort 'Einzelfall' in den Mund zu nehmen. Bei jedem neuen Amoklauf kommt die alljährliche 'Killerspiel' Debatte wieder , spasseshalber sollte man vielleicht mal überprüfen ob es da nicht zufällig ncoh andere 'Gemeinsamkeiten' gab wie zb. Fleisch essen, oder um es noch absurder zu machen vielleicht Sauerstoff atmeten.
5. Da sind aber die linken Blogger
cassandra13 10.01.2011
der USA nicht allein. Auch in den deutschen TV-Medien wird vornehm verschwiegen dass die Abgeordnete sich für eine Liberalisierung des Waffenrechts eingesetzt hat und weiss Gott nicht immer mit Obama auf einer Wellenlänge liegt. Ich frage mich nun ernsthaft woran das liegt - dieses verschweigen ...
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8. Juni 2001: Osaka, Japan
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20. April 1999: Littleton/Colorado, USA
Beim Schulmassaker von Littleton stürmen die beiden Schüler Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine Highschool in Littleton im US-Staat Colorado und ermorden dort zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. 24 weitere Menschen werden verletzt, bevor sich die beiden Amokläufer selbst das Leben nehmen. Mehr auf der Themenseite...
24. März 1998: Jonesboro/Arkansas, USA
Ein elf- und ein 13-jähriger Schüler lösen an ihrer Schule in Jonesboro im US-Staat Arkansas falschen Feueralarm aus und richten aus dem Hinterhalt ein Blutbad an. Im Kugelhagel sterben vier Mädchen und eine Lehrerin.
22. Mai 1997: Brasilien
Im Nordosten Brasiliens bringt ein ehemaliger Soldat 17 Menschen um. Erst tötet er seine Frau und seine Schwiegermutter, dann geht der Amoklauf auf der Straße weiter. Grund der Tat: Gerüchte über seine angebliche Homosexualität .

28./29. April 1996: Tasmanien
35 Menschen fallen dem Amokläufer Martin Bryant auf der australischen Insel Tasmanien zum Opfer, darunter mehrere Kinder. In einem Café der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schießt der geistig verwirrte Täter mit einem automatischen Schnellfeuergewehr auf die Gäste. Danach setzt er seinen Amoklauf auf der anderen Straßenseite fort.
13. März 1996: Dunblane, Schottland
Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord.
23./24. September 1995: Toulon, Frankreich
Ein 16-jähriger Schüler bringt nahe dem französischen Toulon insgesamt 13 Menschen um und tötet sich anschließend selbst. Erste Opfer am Abend des 23. September sind sein Stiefvater, sein Halbbruder und seine Mutter. Am nächsten Morgen setzt der Täter im Nachbarort seiner Heimatstadt den Amoklauf fort.
16. Oktober 1991: Killeen/Texas, USA
Im texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord.
Dezember 1989: Montréal , Kanada
An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lépine erschießt 14 Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann Hass auf Feministinnen als Motiv.
18. Juli 1984: Kalifornien, USA
In einem Schnellrestaurant in San Diego erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.
1. August 1966: Universität von Texas, USA
An der Universität von Texas schießt der Amokläufer Charles Whitman mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Universität auf Passanten. Mindestens 17 Menschen werden getötet.
11. Juni 1964: Volkhoven bei Köln
Beim Attentat von Volkhoven bei Köln stürmt ein Wehrmachtsveteran eine Volksschule. Er fügt acht Kindern tödliche Verletzungen zu und ersticht zwei Lehrerinnen.