Aufrüstung vor G-8-Gipfel: Raketen sollen Politiker schützen

Wegen des G-8-Gipfels in Evian wird die Gegend um den Genfer See zum Hochsicherheitsgebiet. Frankreich bringt Drohnen und Raketen in Stellung, die Schweiz sperrt den Luftraum in der "Gefahrenzone".

Aus Angst vor Angriffen auf den G-8-Gipfel brachten die französischen Streitkräfte Abwehrraketen in Stellung
AP

Aus Angst vor Angriffen auf den G-8-Gipfel brachten die französischen Streitkräfte Abwehrraketen in Stellung

Evian/Genf - Am Montag stiegen unbemannte französische Flugkörper vom nahen Flughafen Annecy zu mehreren Testflügen auf. Die mit Kameras und elektronischen Sensoren ausgerüsteten Drohnen können mehrere Stunden in der Luft bleiben und Informationen an ihre Basis übermitteln.

Bereits am Freitag hatten die Streitkräfte Raketen vom Typ Crotale in Evian installiert, wo sich am kommenden Sonntag die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands zum Weltwirtschaftsgipfel treffen. Für ein Gebiet von 40 Kilometern um den Kurort am Südufer des Genfer Sees haben die Behörden ein Überflugverbot verhängt, das unter anderem von Radarstationen, Jagdflugzeugen und Kampfhubschraubern überwacht wird.

Allein Frankreich bietet fast 15.000 Polizisten und Soldaten zum Schutz des G-8-Gipfels auf. Am Genfer See werden ab Donnerstag rund 100.000 Globalisierungsgegner erwartet.

Auch die Schweiz hat im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen zum bevorstehenden G-8-Gipfel in Evian am Genfer See den Luftraum in verschiedenen Gebieten gesperrt. Diese Zonen würden von der Luftwaffe der Schweiz und Frankreichs überwacht, teilte das Schweizer Verteidigungsministerium in Bern mit. Der Flugverkehr um den gesperrten Luftraum herum werde auch eingeschränkt.

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