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Aufstand in Libyen: Despoten fürchten Gaddafis Schicksal

Von , Moskau

Ben Ali ist weg, Mubarak abgetreten, Gaddafi taumelt. Mit eiserner Hand haben sie Jahrzehnte regiert - jetzt bringt sie das Volk in kürzester Zeit zu Fall. Autoritäre Regime in aller Welt verfolgen die Erfolge der arabischen Revolution mit wachsender Nervosität. Ein Überblick.

Wie Dominosteine fallen in Nordafrika die autoritären Regime: In Tunesien haben die Demonstranten Präsident Ben-Ali bereits gestürzt, nach fast 24 Jahren in Amt. In Ägypten musste Husni Mubarak weichen, nach drei Jahrzehnten an der Spitze des Staates. Jetzt wankt in Libyen die Herrschaft von Staatschef Muammar al-Gaddafi, mehr als 40 Jahre nach dem Putsch, der den Oberst 1969 an die Macht brachte.

Der Sturm auf den Straßen Arabiens fegt politische Schwergewichte hinweg und reißt Monumente nieder, die - so konnte man glauben - für die Ewigkeit gemacht schienen. Überall in auf der Welt, in Europa, Asien und Afrika, verfolgen Despoten und Diktatoren deshalb angespannt die Revolutionen, weil sie fürchten müssen, dass das Beispiel des arabischen Aufstands ihre eigenen Gegner zur Rebellion ermutigt.

Despoten aller Länder! Wie reagieren die autoritären Regimes weltweit auf die arabische Revolution? Ein Überblick:

Autoritäre Regime im Überblick


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insgesamt 156 Beiträge
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1. Ganz einfach.
Geziefer 27.02.2011
Zitat von sysopBen Ali ist weg, Mubarak abgetreten, Gaddafi taumelt. Mit eiserner Hand haben sie Jahrzehnte regiert - jetzt bringt sie das Volk in kürzester Zeit zu Fall. Autoritäre Regime in aller Welt*verfolgen die Erfolge der arabischen Revolution mit wachsender Nervosität. Ein Überblick. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,747664,00.html
Das ist nachholende Entwicklung.
2. Grüße aus Pisa
Izmir.Übül 27.02.2011
"Die Loyalität der Staatsbediensteten soll einen Gehaltserhöhung um 15 Prozent sicher...."
3. Reformfreudigkeit in Nordkorea
sir 27.02.2011
Immerhin ist das nordkoreanische Regime so innovationsfreudig, dass es eine neue Staatsflagge eingeführt hat. Dumm nur, dass diese so sehr jener Jordaniens ähnelt. Oder wurde da etwa geschlampt?!
4. Tjoa China...
Cienne 27.02.2011
Abwarten was dort passieren wird. Ein weltweiter Umbruch wäre vielleicht ein geschichtlich einzigartiges Ereignis, um ein gerechtes gesellschaftliches System einzuführen - weltweit!
5.
Lennard Green 27.02.2011
Nicht so hastig: wenn die Diktatoren dieser Welt eines aus den aktuellen Geschehnissen lernen konnten, dann doch nur die Lektion, dass, wer sich brutalster Gewalt bedient, eine gewisse Chance auf Machterhalt wahrt. Oder glaubt jemand ernsthaft, Chinas Führer würden sich lange bitten lassen? Wenn es hart auf hart käme - und danach sieht es zumindest in Asien keineswegs aus! - würde man sich um die eine oder andere Million toter Dissidenten oder Regimegegner genau null Sekunden lang Gedanken machen. Und wie die lavierenden Reaktionen der so genannten "internationalen Gemeinschaft" gezeigt haben: im Zuge der Globalisierung kann niemand mehr Sanktionen gegen die mächtigsten Handelspartner verhängen, solange auch nur der geringste Zweifel am Ausgang einer solchen Auseinandersetzung besteht. Es wird mehr Blut fließen, aber die Götterdämmerung dürfte bereits vorüber sein. Wer jetzt noch im Sattel sitzt und seine fünf Sinne beisammen hat, rüstet bereits präventiv zum Gegenschlag und wartet nicht, bis sich die Unzufriedenen zusammenrotten.
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