Ärger um australisches Kriegsschiff "Maritime Raserei"

Ein australisches Kriegsschiff war vor der Küste Neuseelands offenbar so schnell unterwegs, dass Boote und eine Fischfarm zerstört wurden. Die Betroffenen warten nun auf eine Entschuldigung.

Kriegsschiff HMAS "Warramunga"
Commonwealth of Australia

Kriegsschiff HMAS "Warramunga"


Die einen drücken rücksichtslos aufs Gaspedal, andere regen sich darüber auf. Man kennt das - auf der Straße. Doch offenbar kann es auch auf dem Meer Ärger über Temposünder geben. Das zeigt zumindest ein Fall, der in Neuseeland die Gemüter erhitzt.

Ein australisches Kriegsschiff, so berichten es mehrere Medien, soll vor der Südinsel während einer Übung bei hoher Geschwindigkeit enge Kurven gefahren sein. Das Problem: Das Manöver im Gebiet der Marlborough Sounds habe Wellen verursacht, die wiederum Boote und eine Fischfarm beschädigten, heißt es.

Bei den Behörden gingen insgesamt zwölf Beschwerden ein. Der Sender ABC zitiert den Vertreter einer örtlichen Interessenvertretung. Demnach habe es keinen Grund für die scharfen Kurven in einer Bucht gegeben. "Man könnte es als maritime Raserei beschreiben", sagte Paul Keating. Die betroffenen Menschen würden sich nun eine Entschuldigung wünschen.

Australiens Verteidigungsministerin Marise Payne sagte dem Sender, die Marine habe mittlerweile ihre Trainingsmethoden geändert.

kev

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