Australien Politikerin hält Islam für ein Land

Eine Politikerin einer ausländerfeindlichen australischen Partei büßte wegen ihres Unwissens ihre Karriere ein. In einem TV-Interview machte Stephanie Banister deutlich, dass sie den Islam für ein Land hält. Nun zog sie ihre Bewerbung für die Parlamentswahl zurück.

REUTERS

Hamburg - Mit dem Sitz im australischen Parlament wird es für Stephanie Banister vorerst nichts. Die Kandidatin der ausländerfeindlichen One Nation Partei zog nach einem peinlichen Fauxpas zum Islam am Samstag ihre Bewerbung für die Parlamentswahl im September zurück. Die 27-Jährige hatte in einem Fernsehinterview erklärt, sie lehne "Islam nicht als Land ab", doch wolle sie deren Gesetze nicht in Australien angewandt sehen.

Die Politikerin der One Nation Partei machte die Sache anschließend nicht besser, als sie meinte, nur zwei Prozent der Australier glaubten an "haram", wobei sei eigentlich das heilige Buch der Muslime, den Koran, meinte.

Schließlich sorgten auch ihre Bemerkungen für Verwunderung, als sie erklärte, sie unterstützte koscheres Essen für Juden. "Juden sind nicht unter haram. Sie haben ihre eigene Religion, die Jesus Christus folgt", sagte Banister dem Sender Seven Network.

Im Internet provozierten die Aufnahmen spöttische Kommentare und brachten ihr den Beinamen "Australiens Sarah Palin" ein. Palin war 2008 für die US-Republikaner als Vizepräsidentschaftskandidatin angetreten und hatte mit einer Reihe peinlicher Äußerungen für Spott gesorgt.

ler/AFP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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bauern-muenchen 10.08.2013
1. Genau!
Und in Koala lympia, der Hauptstadt Australiens wollte sie als australische Königin ins Parlament einziehen!
yogibimbi 10.08.2013
2. Palin
naja, gut, dass schon andere auf den Vergleich mit Palin gekommen sind. Aber da sieht man mal, was für einen Unterschied das macht: In Australien kommt man mit dem IQ nicht mal ins Parlament, in den USA darf man damit weiter Präsidentschaftsambitionen hegen.
partey 10.08.2013
3. haha
echt jetz, weltweit können wir froh sein, dass solche Politikertypen ziemlich dusselig sind.
aeronaut79 10.08.2013
4. optional
Auch hierzulande sind immer mehr Menschen der Auffassung, das der Islam eine Rasse/Ethnie/Nationalität darstellt. Das ist traurig und ich erhoffe mir Aufklärung.
Thomas-Melber-Stuttgart 10.08.2013
5. Sicher ...
Zitat von sysopREUTERSEine Politikerin einer ausländerfeindlichen australischen Partei büßte wegen ihres Unwissens ihre Karriere ein. In einem TV-Interview machte Stephanie Banister deutlich, dass sie den Islam für ein Land hält. Nun zog sie ihre Bewerbung für die Parlamentswahl zurück. Australien: Politikerin hält Islam für ein Land - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-politikerin-haelt-islam-fuer-ein-land-a-915887.html)
... so ähnlich wie Südland.
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