Warnung des Auswärtiges Amtes: Alle Deutschen sollen Bengasi sofort verlassen

Terrorangst in Bengasi: Das Auswärtige Amt hat alle Deutschen aufgerufen, Bengasi zu verlassen. Offenbar droht Ausländern in der libyschen Stadt große Gefahr. Auch die Außenministerien in London und in Den Haag haben ihre Landsleute alarmiert.

Berlin/London/Den Haag - Eindringliche Warnung: Das Auswärtige Amt hat alle Deutschen dazu aufgefordert, die libysche Stadt und Region Bengasi umgehend zu verlassen. "Der Bundesregierung liegen Hinweise auf eine unmittelbare konkrete Bedrohung westlicher Staatsangehöriger in Bengasi vor", meldete das Auswärtige Amt am Donnerstag auf seiner Internetseite. Bereits zuvor hatte das Ministerium vor Reisen nach ganz Libyen gewarnt.

Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi waren am 11. September 2012 der amerikanische Botschafter Christopher Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet worden. Hinter der Attacke standen radikale Islamisten, die genauen Umstände sind aber weiter unklar. Einer Untersuchung des US-Außenministeriums zufolge gab es beim Konsulat Sicherheitslücken.

Die Republikaner kritisierten die Regierung von Präsident Barack Obama wegen der Attacke scharf. Am Mittwoch sagte US-Außenministerin Hillary Clinton vor dem Kongress aus. Sie übernahm die politische Verantwortung, wehrte sich aber gegen den Vorwurf, die Regierung habe die US-Bevölkerung nach der Attacke in die Irre geführt.

Zuvor hatte bereits das britische Außenministerium gewarnt: Es gebe eine "spezifische und unmittelbare" Bedrohung für Bürger westlicher Staaten, die sich der libyschen Stadt Bengasi aufhielten. "Wir fordern alle Briten auf, die entgegen unseres Rates noch dort sind, die Stadt sofort zu verlassen", so das Foreign Office. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Air Malta sagte daraufhin für Donnerstag alle Flüge nach Bengasi ab. Ob die Stadt wie geplant am 29. Januar wieder angeflogen werde, entscheide sich in den nächsten Tagen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, rief auch das Außenministerium in Den Haag die Niederländer auf, Bengasi und die Region in Libyen zu meiden. Ein libyscher Regierungsvertreter reagierte erstaunt auf die "sehr starke" Warnung.

heb/kgp/dpa/Reuters/AFP

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1. Na also, hat sich das AA der Warnung der
echo0815 24.01.2013
Briten angeschlossen. So bleibt die Hoffnung, dass man zu den Hintergründen dieser Warnung vielleicht doch etwas mehr erfährt.
2. Was lernen wir?
batmanmk 24.01.2013
Zitat von sysopAlle Deutschen sollen Bengasi sofort verlassen - offenbar droht Ausländern in der libyschen Stadt große Gefahr. Das Auswärtige Amt spricht von Hinweisen auf eine unmittelbare konkrete Bedrohung. Auch die Außenministerien in London und in Den Haag haben Warnungen veröffentlicht. Auswärtiges Amt: Alle Deutschen sollen Bengasi verlassen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/auswaertiges-amt-alle-deutschen-sollen-bengasi-verlassen-a-879550.html)
Wie erkennbar ist, geht die NATO-Bombensaat in Libyen und schon relativ früh auf. Schade um all die libyischen Zivilisten und Botschaftsangehörigen, welche auf dem Teller der geopolitischen Interessen der USA in der Region und den im Hintergrund verlaufenden Machtspielchen schonungslos und gleichzeitig sinnlos geopfert werden. Und die "roadmap" für Syrien steht wohl auch schon.
3.
Lekcad 24.01.2013
Zitat von sysopAlle Deutschen sollen Bengasi sofort verlassen - offenbar droht Ausländern in der libyschen Stadt große Gefahr. Das Auswärtige Amt spricht von Hinweisen auf eine unmittelbare konkrete Bedrohung. Auch die Außenministerien in London und in Den Haag haben Warnungen veröffentlicht. Auswärtiges Amt: Alle Deutschen sollen Bengasi verlassen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/auswaertiges-amt-alle-deutschen-sollen-bengasi-verlassen-a-879550.html)
Wie ist das möglich? In Bengasi gibt es keine Islamisten - wer das behauptet ist ein Diktatorenfreund Bengasi ist das Herz der Demokratiebewegung Libyens - wer Dnderes behauptet ist ein Diktatorenfreund Die Freiheitsliebenden Rebellen in Bengasi wollen nur das Beste für alle - wer Anderes behauptet ist ein Diktatorenfreund Ist SPON etwas auf Gadaffi-Lohnschreiber reingefallen und mach sich so zum Sprachrohr des Menschenschinders? Selbst posthum noch? Wer Ironie findet kann sie gerne behalten.
4. Die
berns 24.01.2013
sind offenbar gar nicht so nett, wie das noch zu Lebzeiten Ghaddafi's immer geschrieben wurde. Die Rebellen, so berichte doch die gesamte westliche Presse, erzählten doch, dass, wenn Ghaddafi erst mal weg wäre, es den Menschen in Libyen gut gehe und alles demokratischer und besser werden würde. Jetzt stellt sich heraus, dass Hunderttausende in Libyen immer noch in ehemaligen Fabrikhallen hausen müssen, weil immer noch Städte und Dörfer (von Rebellen und NATO-Bombern zerstört) unbewohnbar sind. Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten gibt es nicht mehr. Die meisten haben keine Arbeit, kaum Geld, aber Angst davor, von was sie morgen noch leben können. Unter Ghaddafi war Libyen der afrikanische Staat mit dem höchsten Lebensstandard. Heute ist es das Armenhaus des Kontinents. Und da platzt die Nachricht rein, dass die so lieben Rebellen jetzt auch Deutschen an den Kragen wollen. Die Ermordung Ghaddafis im Zuge des NATO-Krieges gegen Ghaddafis Libyen stellt sich als großer Fehler heraus. 80.000 Tote durch NATO-Luftangriffe und durch Rebellen waren die Opfer - und es nimmt kein Ende.
5. Vielleicht lernt man ja doch mal draus.
freidimensional 24.01.2013
Zitat von sysopAlle Deutschen sollen Bengasi sofort verlassen - offenbar droht Ausländern in der libyschen Stadt große Gefahr. Das Auswärtige Amt spricht von Hinweisen auf eine unmittelbare konkrete Bedrohung. Auch die Außenministerien in London und in Den Haag haben Warnungen veröffentlicht. Auswärtiges Amt: Alle Deutschen sollen Bengasi verlassen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/auswaertiges-amt-alle-deutschen-sollen-bengasi-verlassen-a-879550.html)
Einmischung in solche Angelegenheiten, die von islamistischen Kräften ausgerufen und im Namen der Freiheit oder Demokratie daherkommen, verdienen möglicherweise nicht das Engagement westlicher Bündnisse und Staaten. Diese Werte, die bei diesen Revoluzzern auf irgendwelchen Transparenten und Fahnen stehen, verdienen nicht, ernstgenommen zu werden. Das bestätigt sich mit jeder zweiten Meldung aus den "befreiten" Gebieten. Das Risiko ist erfahrungsgemäß ziemlich hoch, dass jede Einmischung zum Rohrkrepierer wird, wie in Afghanistan.
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Staatsoberhaupt:
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Regierungschef: Abdullah al-Thani (Oberstes Gericht erklärt am 9. Juni 2014 die Wahl von Ahmed Maitik für ungültig)

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