Oslo - Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an drei Vorkämpferinnen für Frauenrechte. Die Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman erhalten die Auszeichnung zu gleichen Teilen für ihren Einsatz für die Stärkung der Rolle der Frauen, erklärte der Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, der frühere Ministerpräsident Thorbjørn Jagland, am Freitag in Oslo.
"Es kann auf der Welt keine Demokratie und keinen dauerhaften Frieden geben, solange Frauen nicht dieselben Chancen wie Männer haben, auf Entwicklungen in allen Bereichen der Gesellschaft einzuwirken", sagte Jagland als Begründung für die Preisvergabe.
Zur Rolle Karmans sagte Komiteechef Jagland: "Sie ist schon aufgestanden und hat Mut gezeigt, als der arabische Frühling noch in weiter Ferne lag." Zu den Preisträgerinnen aus Liberia verwies Jagland auf die besondere Unterdrückung von Frauen und Kindern in Kriegen wie dem in Liberia, unter anderem durch systematische Vergewaltigungen.
Erstmals in der Geschichte des Friedensnobelpreises seit 1901 ging der Preis an drei Frauen zugleich. Insgesamt wurden bislang erst 15 Frauen ausgezeichnet.
Die feierliche Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt. Das Preisgeld beträgt zehn Millionen schwedische Kronen (rund 1,1 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr hatte der inhaftierte chinesische Dissident Liu Xiaobo den Preis erhalten.
fab/dpa/Reuters/AP
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