Auszeichnung Friedensnobelpreis für Annan und die Uno

Uno-Generalsekretär Kofi Annan und die Vereinten Nationen bekommen den Friedensnobelpreis. Insgesamt hatte es 136 Kandidaten gegeben.


Angesehen in der ganzen Welt: Uno-Generalsekretär Kofi Annan
REUTERS

Angesehen in der ganzen Welt: Uno-Generalsekretär Kofi Annan

Oslo - Das Nobelkomitee würdigte den "Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt". Der aus Ghana stammende 63-jährige Annan steht seit 1997 an der Spitze der Weltorganisation. Er teilt sich den angesehensten Preis der Welt mit den Vereinten Nationen, genau 100 Jahre nach der ersten Vergabe von Nobelpreisen 1901.

Der Komiteevorsitzende Gunnar Berge erklärte, die Vereinten Nationen hätten sich seit ihrer Gründung um die "organisierte, friedliche Lösung von Konflikten" bemüht. Annan sei in den letzten Jahren die zentrale Person bei der "neuen Vitalisierung der Uno" gewesen. Die Auszeichnung erhielt im vergangenen Jahr der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung für sein Versöhnungswerk mit dem kommunistischen Nordkorea.

Annan sieht in der Ehrung der Weltorganisation und seiner Person eine Bestätigung des Kurses der Vereinten Nationen und ihrer Anstrengungen für eine friedliche Zukunft der Menschheit. Die Entscheidung des Osloer Komitees sei "ein Vertrauensvotum in unsere gemeinsame Zukunft", sagte Annan nach Angaben seines Sprechers Fred Eckhard. "Seit dem Ende des Kalten Krieges waren die Uno in der Lage, ihre Möglichkeiten bei der Förderung von Frieden und Sicherheit weiter zu entfalten."

Der Friedensnobelpreis ist in diesem Jahr mit zehn Millionen Kronen (zwei Millionen Mark) dotiert. Neben Annan wurden als Anwärter auch das Internationale Rote Kreuz, der ehemalige US-Präsident und Friedensunterhändler Jimmy Carter, der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari, aber auch der kubanische Staatschef Fidel Castro, der Gründer der chinesischen Falun-Gong-Bewegung Li Hongzhi und US-Balkan-Unterhändler Richard Holbrooke genannt.

Der Festakt zur Preisverleihung erfolgt wie jedes Jahr am 10. Dezember in Oslo, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.



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