Luftstreitkräfte USA planen offenbar 24-Stunden-Bereitschaft für Atombomber

Noch fehlt der Befehl, aber die US-Luftstreitkräfte bereiten sich offenbar bereits darauf vor, künftig rund um die Uhr ihre Atombomber B-52 einsetzen zu können - das erste Mal seit Ende des Kalten Krieges.

B52-Bomber
imago/ Matrix

B52-Bomber


Donald Trump liegt mit Iran im Clinch und im Konflikt mit Nordkorea sieht der US-Präsident die Vereinigten Staaten "auf alles vorbereitet". Nun planen die US-Luftstreitkräfte offenbar, ihre B-52-Langstreckenbomber in permanenten Atombomben-Bereitschaftsdienst zu versetzen - zuletzt hatte es diesen Status während des Kalten Krieges gegeben. Das berichtet das US-Onlineportal für Sicherheits- und Verteidigungspolitik "Defense One" unter Berufung auf David Goldfein, Stabschef der US Air Force.

"Dies ist ein weiterer Schritt, um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind", sagte er dem Portal. Es gehe weniger darum, für ein konkretes Ereignis zu planen. Der Schritt erfolge vielmehr vor dem Hintergrund der "globalen Situation", in der sich die USA befänden. "Es ist nicht länger eine bipolare Welt, in der es nur uns und die Sowjetunion gibt."

Ausgemusterte B-52-Bomber (Archiv)
REUTERS

Ausgemusterte B-52-Bomber (Archiv)

Die B-52-Maschinen sind vergleichsweise alt. Die Flugzeuge wurden vor mehr als 60 Jahren entwickelt. Sie gelten als besonders vielseitig und als langlebigste Bomber der US-Luftstreitkräfte. Derzeit ist die Baureihe B-52H im Einsatz. Die jüngste Maschine wurde 1962 in Dienst gestellt. Der von Boeing entwickelte Bomber hat eine Reichweite von 14.000 Kilometern und kann 32.000 Kilogramm Waffen aufnehmen.

Goldfein betonte, dass es sich bislang lediglich um Vorbereitungen auf der Barksdale-Basis in Bundesstaat Louisiana handele. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen. "Defense One" zufolge sind dort bereits die ersten konkreten Schritte zur Vorbereitung unternommen worden, unter anderem werden Schlafräume für bis zu 100 Crewmitglieder renoviert.

dop

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