Bahrain: Regierungsgegner und Polizisten liefern sich Straßenschlachten

In Bahrain mündeten Proteste in heftige Ausschreitungen. Regierungsgegner bewarfen Polizisten mit Steinen, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen Hunderte Demonstranten ein. Etliche wurden festgenommen.

Regierungsgegner mit Maske: Polizei setze Tränengas gegen Demonstrantenin Bahrain ein Zur Großansicht
AP

Regierungsgegner mit Maske: Polizei setze Tränengas gegen Demonstrantenin Bahrain ein

Manama - Im Golfstaat Bahrain kam es bei einer Kundgebung von Oppositionellen zu Straßenschlachten. Hunderte Regierungsgegner bewarfen bei einer Demonstration in der Hauptstadt Manama Sicherheitskräfte mit Steinen. Polizisten gingen mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten vor und nahmen etliche von ihnen fest.

Die Kundgebung wurde von der Tochter des inhaftierten Oppositionsführers Abdulhadi al-Chawadscha angeführt. Der Slogan der Demonstranten lautete: "Stoppt das Blutvergießen, wir werden unsere Forderungen nicht aufgeben." Eine größere, offiziell genehmigte Demonstration am Stadtrand mit Tausenden Protestlern verlief hingegen friedlich.

In Bahrain protestieren seit Februar 2011 Aktivisten der schiitischen Bevölkerungsmehrheit gegen das sunnitische Herrscherhaus. Sie werfen der Staatsführung Diskriminierung vor - so seien sie von höheren Regierungsämtern und Posten bei den Sicherheitskräften ausgeschlossen. 114 Menschen kamen nach Angaben der Opposition seit dem Beginn der Proteste im Februar 2011 ums Leben.

lgr/dapd/Reuters

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insgesamt 8 Beiträge
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1. ...
ein anderer 13.10.2012
Zitat von sysopIn Bahrain mündeten Proteste in heftige Ausschreitungen. Regierungsgegner bewarfen Polizisten mit Steinen, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen Hunderte Demonstranten ein. Etliche wurden festgenommen. Bahrain: Demonstranten und Polizisten liefern sich Straßenschlachten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/bahrain-demonstranten-und-polizisten-liefern-sich-strassenschlachten-a-861078.html)
Ich bin richtig erstaunt über die vielen Kommentare. Ich dachte doch wirklich, die vielen Unterstützer für den syrischen bewaffneten Aufstand haben nur für einen der übergeordneten Konflikte die sich in Syrien überschneiden Partei ergriffen. Aber die überbordende Anzahl Unterstützer für den Freiheitskampf in Bahrain beweisst mir nun das Gegenteil.
2. Dachten Sie...
HolyGhost 13.10.2012
Zitat von ein andererIch bin richtig erstaunt über die vielen Kommentare. Ich dachte doch wirklich, die vielen Unterstützer für den syrischen bewaffneten Aufstand haben nur für einen der übergeordneten Konflikte die sich in Syrien überschneiden Partei ergriffen. Aber die überbordende Anzahl Unterstützer für den Freiheitskampf in Bahrain beweisst mir nun das Gegenteil.
...etwa wirklich, bei der geballten Masse an Forumskompetenz hier handelt es sich um informierte und engagierte Zeitgenossen, denen es um die Menschen in Libyen oder Syrien geht ? Die begrenzte Aufnahmefähigkeit lässt die Beschäftigung mit gleich 2 Konflikten ohnehin nicht zu. Ausserdem wird hier keine bezahlte Propaganda betrieben. Die armen Bahreiner werden wohl ein zweites Mal in kurzer Zeit einen auf den Deckel kriegen und die Facebook-Revoluzzer nehmen davon keine Kenntnis.
3.
c++ 13.10.2012
Da müssen wohl die an Saudi-Arabien gelieferten deutschen Panzer bald wieder ran, um den arabischen Frühling in Bahrein niederzuwalzen. Mal schauen, was die NATO und die USA dazu sagen, welchen Kommentar wir von Westerwelle hören.
4. Es kann ja auch sein,...
topodoro 13.10.2012
Zitat von ein andererIch bin richtig erstaunt über die vielen Kommentare. Ich dachte doch wirklich, die vielen Unterstützer für den syrischen bewaffneten Aufstand haben nur für einen der übergeordneten Konflikte die sich in Syrien überschneiden Partei ergriffen. Aber die überbordende Anzahl Unterstützer für den Freiheitskampf in Bahrain beweisst mir nun das Gegenteil.
dass nicht jeder Kommentar auch hier auch veröffentlicht wird.
5.
guentilein 13.10.2012
Wenn nun wie in Syrien die Staatsmacht mit Gewalt antwortet, werden die Führer der Aufständigen sicher auch zu einer Beratung nach Berlin, zum "The Day after" eingeladen, der Waffennachschub für die Staatsführung behindert, aber für die "Rebellen" forciert. Na eben wie in Syrien.
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