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Bericht von Human Rights Watch: Aktivisten prangern Folter in Gefängnissen in Bahrain an

Häftlinge in Bahrain werden offenbar mit Stromschlägen gequält, extremer Kälte ausgesetzt oder sexuell misshandelt - das geht aus dem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hervor.

Menschenrechtsaktivisten haben die Folter von Gefangenen im Golfstaat Bahrain beklagt. Laut dem Bericht der Organisation Human Rights Watch (HRW) werden in dem Land Gefängnisinsassen mit Stromschlägen, starker Kälte oder sexueller Misshandlung gequält. In dem 84-seitigen Dokument beklagen mehrere Zeugen, dass sie bei Verhören unter Druck gesetzt worden seien.

Der Bericht beruft sich auf die Zeugenaussagen von 14 Menschen, die von Übergriffen in Polizeigewahrsam berichten: In einem Fall sei einem Häftling etwa angebliches "Blut der Menschen, die nicht kooperieren," unter die Nase gerieben worden. Ein anderer sei an den Genitalien misshandelt worden. Ein anderer wurde laut HRW von Polizisten gezwungen, seine Frau zu vergewaltigen.

Bahrain ist mehrheitlich schiitisch, doch der Inselstaat wird seit Jahrhunderten von der sunnitischen Dynastie der al-Chalifa beherrscht. Proteste der schiitischen Opposition im Frühjahr 2011, die eine konstitutionelle Monarchie und einen gewählten Ministerpräsidenten forderte, waren mit Hilfe saudi-arabischer Truppen gewaltsam niedergeschlagen worden. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

König Hamad setzte danach zwar eine Untersuchungskommission ein, die der Polizei "einen übertriebenen Einsatz von Gewalt" bescheinigte. Doch bisher bemüht sich die Regierung laut HRW nicht ausreichend darum, der Folter ein Ende zu setzen. Deren Behauptungen, es würden inzwischen keine Häftlinge mehr gequält, seien nicht glaubwürdig. In den Sicherheitsbehörden herrsche immer noch "eine Kultur der Straflosigkeit".

vek/AFP/AP

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