Balkan Bush genehmigt Waffenlieferungen an das Kosovo

Die USA haben dem Kosovo einen Monat nach seiner Unabhängigkeitserklärung Rüstungshilfe zugesagt. Präsident Bush genehmigte Waffenlieferungen an den neuen Balkan-Staat.


Washington/Belgrad - George W. Bush hat die Lieferung von Waffen an das Kosovo gebilligt. Der US-Präsident habe eine entsprechende Mitteilung an das Außenministerium geschickt, teilte das Weiße Haus mit. Darin erklärte Bush, "die Lieferung von Verteidigungsartikeln und Verteidigungsdienstleistungen an das Kosovo" werde "die Sicherheit der Vereinigten Staaten stärken und den Weltfrieden fördern".

Das Kosovo war 1999 als Folge des Kriegs der Serben gegen die albanische Bevölkerung in der Provinz unter Uno-Verwaltung gestellt worden. Am 17. Februar erklärten die Kosovaren ihre Unabhängigkeit von Serbien.

Nach Angaben einer US-Regierungsvertreterin war die Genehmigung der Waffenlieferung ein normaler Schritt nach der staatlichen Anerkennung des Kosovo durch die USA. Die Regierungsvertreterin verwies auf die militärischen Einschränkungen, die nach dem Plan des früheren Uno-Gesandten Martti Ahtisaari gelten. Demnach darf das Kosovo nur über eine 2500 Mann starke eigene Sicherheitstruppe verfügen, die von der Nato überwacht und ausgebildet wird.

Als Reaktion auf die Anerkennung des Kosovo durch Ungarn zog die serbische Regierung ihren Botschafter aus Budapest ab, wie das Außenministerium in Belgrad am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte Serbien seinen Botschafter aus Zagreb abberufen, weil auch Kroatien das Kosovo anerkannt hatte. Bislang haben 32 Staaten die Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz anerkannt, darunter auch Deutschland.

als/AFP



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