Pressestimmen "Griechenland sendet SOS"

Die Balkanroute wird teilweise dichtgemacht. Die Nachricht sorgt in Griechenland für Zorn und Angst. Medien werfen Europa Verantwortungslosigkeit vor und fürchten einen "Krieg der Grenzen".

Griechisch-mazedonische Grenze: Kein Durchkommen für Afghanen
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Griechisch-mazedonische Grenze: Kein Durchkommen für Afghanen


"Europa, der dunkle Kontinent", titelt das linke Athener Blatt "Efimerida ton Syntakton". Das "geteilte" Europa könne sich nicht einigen, stattdessen machten manche Staaten Griechenland für den Flüchtlingszustrom verantwortlich. Einige "verantwortungslose Europäer drohen weiterhin Griechenland mit einem Rauswurf aus der Schengenzone", schreibt das Blatt.

"Der Krieg der Grenzen", titelt das dem regierenden Linksbündnis Syriza nahestehende Blatt "I Avgi". Griechenland sei nicht bereit, ein riesiges Migrantenlager zu werden. Von entscheidender Bedeutung sei der für den 7. März geplante EU-Türkei-Gipfel.

Dramatischer stellt das konservative Blatt "Eleftheros Typos" die Lage dar: "Griechenland sendet SOS - Flüchtlingstrecks werden immer größer". Die EU-Innenminister seien "zerstritten und verwirrt", während Tausende Menschen in Griechenland gestrandet seien.

"Flüchtlings-Odyssee auf den griechischen Straßen", titelt das Boulevardblatt "Ethnos". Tausende Menschen versuchten, die Grenze zu Mazedonien zu Fuß zu erreichen. Dort erwarte sie aber eine Enttäuschung. Nur wenige Syrer und Iraker schafften es, über die Grenze zu kommen, schreibt "Ethnos" weiter.

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brk/dpa



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