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Balkanroute: Mazedonien schließt Grenze für Afghanen

Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze: Für Afghanen geschlossen Zur Großansicht
DPA

Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze: Für Afghanen geschlossen

Menschen aus Afghanistan dürfen nicht mehr die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien passieren. Künftig sollen nur noch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak durchgelassen werden.

Der Balkanstaat Mazedonien hat seine Grenze zu Griechenland für afghanische Flüchtlinge geschlossen. Die griechischen Behörden seien am Sonntag informiert worden, dass Afghanen nicht mehr durchgelassen würden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus griechischen Polizeikreisen. Als Begründung wurde demnach angegeben, dass auch Serbien seine Grenze zu Mazedonien für Menschen aus Afghanistan geschlossen habe .

Griechenlands nördlicher Nachbar Mazedonien lässt nun nur noch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak über die Grenze, wie ein griechischer Polizeivertreter sagte. Am Grenzübergang Idomeni warteten am Sonntag rund 4000 Menschen auf die Weiterreise nach Mazedonien, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Giorgos Christides. Darunter befinden sich knapp 600 Afghanen.

Die griechische Regierung wurde von Mazedonien nicht offiziell über den Schritt informiert, verlautete es aus Regierungskreisen in Athen. Griechenland verurteile alle "einseitigen Maßnahmen" in der Flüchtlingskrise. Bis die Situation geklärt sei, würden afghanische Flüchtlinge vorerst nicht mehr von den griechischen Inseln aufs Festland gebracht, sagte der Regierungsvertreter. So will Athen verhindern, dass die Afghanen im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien stranden.

Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze ist seit Langem angespannt. Mitte November hatten die mazedonischen Behörden entschieden, nur noch Syrer, Iraker und Afghanen auf ihrer Flucht nach Europa durchzulassen. Seit Ende Januar dürfen nur noch Flüchtlinge die Grenze überqueren, die in Deutschland oder Österreich einen Asylantrag stellen wollen. Mazedonien hat zudem mit dem Bau eines zweiten Stacheldrahtzauns an der Grenze zu Griechenland begonnen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Griechenland steht in der EU seit Monaten unter Druck, weil über das Land Hunderttausende Flüchtlinge ungehindert die Balkanroute Richtung Norden nehmen konnten. Die vier Visegrad-Staaten Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei verlangen nun eine Senkung der Flüchtlingszahlen bis Mitte März, sonst wollen sie die Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland abriegeln.

cpa/AFP

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