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Solidarität mit Dani Alves: So was von Banane

Premier Renzi (li.), Nationalcoach Prandelli: Solidarität mit Dani Alves Zur Großansicht
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Premier Renzi (li.), Nationalcoach Prandelli: Solidarität mit Dani Alves

Ein Biss in die Banane als politisches Statement: Seit Dani Alves vom FC Barcelona eine aß, die ihm von Rassisten im Stadion zugeworfen wurde, tun es ihm alle nach. Sogar Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi.

Rom/Berlin - Die Bilder gingen um die Welt: Dani Alves, Außenverteidiger beim FC Barcelona, wurde am Sonntag beim Auswärtsspiel in Villareal mit einer Banane beworfen. Anstatt sich über den rassistischen Angriff aufzuregen, hob der Brasilianer die Banane vom Rasen auf, schälte sie, biss beherzt hinein und schlug von der Eckfahne aus den Ball in den Strafraum.

Für sein Verhalten hat Alves Lob aus der ganzen Welt erhalten - auch aus der Politik. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat aus Solidarität mit dem Barça-Star am Montag ebenfalls eine Banane gegessen. Er teilte sich die krumme Südfrucht mit dem Trainer der italienischen Nationalmannschaft Cesare Prandelli. Die Szene spielte sich vor Fotografen und Kamerateams im Innenhof des Regierungssitzes in Rom ab.

Prandelli und Renzi kamen bei einem Treffen zusammen, an dem sich auch der Chef des italienischen Fußballverbands FIGC, Giancarlo Abete, und der Präsident von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Giovanni Malagó, beteiligten. Auch Abete und Malagó verurteilten den Rassismus-Vorfall in Spanien.

Doch auch Italiens Fußball hat ein Problem mit Rassismus und Antisemitismus. In vielen Kurven geben rechtsextremistische Fankurven den Ton an. Dunkelhäutige Fußballer wie Mario Balotelli werden regelmäßig mit Affenlauten beleidigt, auch Bananenwürfe gegen Spieler aus Afrika und Südamerika kommen häufig vor. Mehrfach mussten Spiele der Serie A deswegen unterbrochen werden.

syd/sid

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insgesamt 8 Beiträge
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1. jawoll!!!
neunzehnnullzwei 28.04.2014
Props on Dani Alves . Es gibt keinen Platz für Rassisten!
2.
mazzeltov 28.04.2014
Beißen der italienische Ministerpräsident und der Nationaltrainer in eine Banane, werden sie für ihre solidarische Anti-Rassismus-Aktion gelobt. Würde Merkel das gleiche tun, würde wieder die Hälfte des Forums krude Witze über ihre DDR-Vergangenheit reißen und ihr einen Bohnenkaffee dazu anbieten wollen, wetten? So ungerecht kann die Welt sein.
3.
sarah2502 29.04.2014
Gut so!!!!
4. Da bleibt
koka_banana 29.04.2014
nur noch die Kartenpreise zu verfünffachen und Vereinsmitgliedschaft mit einem Intelligenztest zu verbinden. Das reduziert den Pöbel, AUCH DEN DER SOLCHE DUMMEN TATEN EINFACH NUR TOLERIERT!!! Nicht das wohlhabendere und intelligentere Menschen nicht rassistisch sein können, zumindest benehmen sie sich in der Öffentlichkeit nicht so hirnverrissen!
5. ha...
hartmannsfeld 29.04.2014
...Ich habe heute auch eine Banane gegessen...
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