Bangladesch IS bekennt sich zu Geiselnahme in Dhaka

In der Hauptstadt von Bangladesch haben bewaffnete Männer ein bei Ausländern beliebtes Restaurant angegriffen und mindestens zwanzig Geiseln genommen. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu der Tat.

REUTERS

Mehrere Bewaffnete haben ein Restaurant im Diplomatenviertel von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka angegriffen und Geiseln genommen. Darunter sollen mehrere Ausländer sein. Medienberichten zufolge sollen sich die Angreifer eine Schießerei mit der Polizei geliefert haben. Dabei starben laut Behörden mindestens zwei Polizisten, mindestens zwölf Menschen wurden verletzt.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu dem Angriff bekannt. Demnach behauptet der IS, mindestens 20 Ausländer in dem Restaurant getötet zu haben. Eine Bestätigung seitens der Behörden in Bangladesch gab es nicht.

Nach Augenzeugenberichten zündeten die Angreifer mehrere Sprengsätze und feuerten Schüsse in dem Lokal ab. Zum Tatzeitpunkt hielten sich laut Medienberichten rund 20 Personen in dem spanischen Restaurant "Holey Artisan Bakery" auf, darunter acht bis zehn Ausländer. Wie der italienische Außenminister Paolo Gentiloni auf Twitter bekannt gab, sollen mehrere Italiener unter den Geiseln sein.

Einigen Mitarbeitern gelang es, aus dem Restaurant zu fliehen. Einer von ihnen sagte einem lokalen Fernsehsender, die Angreifer hätten "Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen, als sie das Restaurant angriffen.

Berichten zufolge sollen zwischen acht und neun Männer an dem Angriff beteiligt sein. Wie CNN berichtet, riegelte die Polizei die Gegend ab und versucht nun Verhandlungen mit den Geiselnehmern aufzunehmen. Laut Benzir Ahmed, dem Chef der Antiterroreinheit der Polizei in Dhaka, hatte die Polizei bis 2 Uhr (Ortszeit) noch keinen Kontakt zu den Angreifern herstellen können.

"Wir wollen die Situation friedlich beenden. Wir versuchen mit den Angreifern zu reden. Unsere oberste Priorität ist es, die Geiseln zu retten," sagte Ahmed der BBC. Es solle bald mit einem Befreiungseinsatz begonnen werden.

asc/dpa/Reuters/afp



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