USA Obama beklagt vulgären Ton im Wahlkampf

Amerika sucht einen Nachfolger für Präsident Obama - und der ist mit der Rhetorik im Wahlkampf nicht zufrieden. Bei US-Politikern sei Selbstkritik angebracht. Es gehe "auch um die amerikanische Marke".

US-Präsident Obama
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US-Präsident Obama


Ohne Donald Trump beim Namen zu nennen, hat US-Präsident Barack Obama den Ton im Rennen um seine Nachfolge beklagt. "Wir haben vulgäre und spaltende Rhetorik gehört, die sich gegen Frauen und Minderheiten richtet - gegen Amerikaner, die nicht wie 'wir' aussehen oder wie 'wir' beten", sagte Obama in Washington.

Er rief den Washingtoner Politikbetrieb zur Selbstkritik auf. "Wir müssen uns alle fragen, was wir gemacht haben, das zu dieser böswilligen Atmosphäre in unserer Politik beigetragen haben könnte", sagte Obama. Nun müsse diese Entwicklung umgekehrt werden, da diese Tendenzen die Demokratie und das Image der Vereinigten Staaten gefährden könnten.

"Die Welt achtet darauf, was wir sagen und was wir tun", sagte Obama bei einer Veranstaltung mit Irlands Regierungschef Enda Kenny und US-Kongressabgeordneten anlässlich des bevorstehenden St. Patrick's Day, dem irischen Nationalfeiertag. "Es geht hier auch um die amerikanische Marke."

Obama, Joe Biden, Fionnuala und Enda Kenny
AP

Obama, Joe Biden, Fionnuala und Enda Kenny

Trump sorgt im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner seit Monaten mit abwertenden Äußerungen über Migranten, Muslime und Frauen für Empörung. Die Kritik prallte aber bislang an ihm ab. Der Milliardär führt das republikanische Bewerberfeld nach rund der Hälfte der Vorwahlen an. Bei Obamas Demokraten steuert die frühere Außenministerin Hillary Clinton auf die Nominierung zu.

Am Dienstag fanden in fünf weiteren Bundesstaaten Vorwahlen statt, darunter in Obamas Heimatstaat Illinois. Nach Angaben des Weißen Hauses gaben der Präsident und die First Lady Michelle Obama ihre Stimmen per Briefwahl ab.

aar/AFP

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