Debatte um Einreise-Dekret Barack Obama lässt Statement veröffentlichen

Zum ersten Mal seit der Amtsübergabe an Donald Trump hat sich Barack Obama zu Wort gemeldet. Der 44. Präsident distanziert sich indirekt von dem umstrittenen Einreise-Dekret seines Nachfolgers - und ermutigt Proteste.

Barack Obama
WIN MCNAMEE/POOL/EPA/REX/Shutterstock

Barack Obama


Nur zehn Tage, nachdem er die Weltbühne verlassen hat, meldet sich der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wieder zu Wort. Barack Obama, eigentlich im Kalifornien-Urlaub, hat ein Statement veröffentlichen lassen, worin er - ohne seinen Nachfolger Donald Trump namentlich zu erwähnen - indirekt zu dessen umstrittenem Einreise-Dekret Stellung nimmt.

Trump hatte am Freitag ein Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern erlassen, gegen das seitdem viele Amerikaner auf die Straße gingen - auch im US-Kongress und in Behörden regt sich Widerstand.

"Der Präsident (gemeint ist Obama, Anm. d. Redaktion) ist grundsätzlich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Religion", heißt es in dem Statement.

Sein Sprecher Kevin Lewis teilte mit, Obama sei "ermutigt" durch das politische Engagement, das sich jetzt im Land zeige. "Bürger, die ihr Grundrecht wahrnehmen, sich zu versammeln und sich zu organisieren: Das ist genau das, was wir in Zeiten erwarten, in denen amerikanische Werte auf dem Spiel stehen", zitiert das Magazin "Politico" Obamas Sprecher.

pad/Reuters

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