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Historischer Besuch: Obama fährt laut US-Medien im März nach Kuba

US-Präsident Obama vor der Air Force One: Eine bedeutende Reise Zur Großansicht
AP

US-Präsident Obama vor der Air Force One: Eine bedeutende Reise

Es wäre der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten auf der Karibikinsel seit 88 Jahren: Barack Obama will offenbar schon im März nach Kuba reisen. Das berichten mehrere US-Medien.

US-Präsident Barack Obama plant nach Informationen mehrerer amerikanischer Medien im März einen Besuch auf Kuba. ABC News berief sich auf ungenannte Quellen, die mit den Plänen vertraut seien. CNN berichtete ebenfalls mit Verweis auf mehrere anonyme Quellen, es werde sich um einen kurzen Besuch im März handeln, der am Donnerstag offiziell bekanntgegeben werde.

Inzwischen haben US-Regierungskreise bestätigt, dass das Weiße Haus diese Reise des Präsidenten am Donnerstag offiziell verkünden wird. Die Station wird demnach Teil einer größeren Lateinamerika-Visite.

Es wird der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten auf der Karibikinsel seit 88 Jahren. Im Januar 1928 war Calvin Coolidge auf Kuba. 2011 reiste Ex-Präsident Jimmy Carter auf die Insel.

Die USA hatten nach der sozialistischen Revolution von Fidel Castro Anfang der Sechzigerjahre die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba abgebrochen. Ende 2014 hatten Obama und sein kubanischer Amtskollege Raúl Castro Geschichte geschrieben und eine historische Annäherung eingeleitet.

Seitdem bemühen sich beide Seiten um eine weitere Normalisierung der Beziehungen. Dazu gehören Erleichterungen des Handels, des direkten Postverkehrs und auch direkter kommerzieller Flugverbindungen. Im Mai 2015 strich das Weiße Haus Kuba von der US-Terrorliste. Mit der Eröffnung von Botschaften wurden im Juli die diplomatischen Beziehungen wieder hergestellt.

Gegen den entschiedenen Widerstand der Republikaner hob Obama auch eine Reihe von Sanktionen gegen Kuba auf. Eine vollständige Aufhebung des Handelsembargos kann aber nur der US-Kongress verfügen. Da er von den Republikanern kontrolliert wird, ist damit im Wahljahr 2016 nicht zu rechnen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Reise äußerten die Republikaner Kritik: Floridas Senator und Präsidentschaftsanwärter Marco Rubio sprach von einem großen Fehler. Sein Parteirivale Ted Cruz forderte Obama auf, die Reise nicht anzutreten.

aar/dpa/Reuters/AP

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