Ex-First-Lady der USA Barbara Bush geht es schlechter

Barbara Bush, Frau des früheren US-Präsidenten George H.W. Bush und Mutter von George W. Bush, will nicht erneut ins Krankenhaus für weitere Behandlungen - obwohl es ihr schlecht geht. Die 92-Jährige wird zu Hause betreut.

Barbara Bush (2006)
REUTERS

Barbara Bush (2006)


Der früheren First Lady Barbara Bush geht es gesundheitlich schlechter. Die 92-jährige Frau des früheren republikanischen Präsidenten George Bush und Mutter von George W. Bush hat sich gegen eine weitere medizinische Behandlung entschieden. Das gab die Familie bekannt.

Nach einer Reihe von Krankenhausaufhalten und Gesprächen mit ihrer Familie habe sie sich dazu entschlossen, keine zusätzlichen Behandlungen mehr durchführen zu lassen, sagte der Sprecher der Familie. Sie wolle stattdessen nur noch eine betreuende Pflege in Anspruch nehmen.

Bush sei im Angesicht ihres sich verschlechternden gesundheitlichen Zustands standhaft, hieß es in der Stellungnahme weiter. Sie sei umgeben von einer Familie, die sie bewundere und freue sich über all die netten Nachrichten, die sie erhalte. Genauere Angaben zu ihrer Krankheit machte der Sprecher nicht.

Bushs seit 73 Jahren verheiratet

Der Sender CNN berichtete, die 92-Jährige sei im vergangenen Jahr mehrfach im Krankenhaus behandelt worden, weil sie an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung und kongestiver Herzinsuffizienz leide. Dem Bericht zufolge befindet sie sich im Haus der Familie in Houston im US-Bundesstaat Texas.

Barbara Bush ist die älteste ehemalige First Lady der USA. Die Bushs sind seit 73 Jahren verheiratet. Die beiden lernten sich kennen, als Barbara 16 Jahre alt war. George H. W. Bush war ab 1981 Vizepräsident von Ronald Reagan. 1989 wurde er dann selbst Präsident.

Barbara Bush mit Ehemann George H.W. Bush
DPA

Barbara Bush mit Ehemann George H.W. Bush

Barbara Bush engagierte sich an seiner Seite in sozialen Projekten, etwa im Kampf gegen Obdachlosigkeit und Aids. In einem Krankenhaus für Krebspatienten wusch sie Kranke und kümmerte sich um die Sterbenden. Als First Lady machte sie sich dafür stark, Erwachsenen Lesen und Schreiben beizubringen. 1948 schrieb sie ein Kinderbuch über ihre Familie aus der Sicht ihres Hundes.

Unterstützung für Jeb Bush im Wahlkampf

Ihr Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident. Er nannte seine Mutter als Grund dafür, dass er so viele Frauen in seinem Führungsstab hatte. "Der Grund, warum ich die Ratschläge von Frauen schätze, die einen starken Willen haben und ihre Meinung vertreten, ist meine Mom", sagte er.

Der zweitälteste Sohn Jeb Bush bewarb sich 2016 um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und geriet dabei oft mit seinem Konkurrenten Donald Trump aneinander. Barbara Bush hatte sich 2013 noch gegen eine Kandidatur ausgesprochen und in einem Interview gesagt, man habe genug Bushs im Weißen Haus gehabt. Andere Familien müssten eine Chance haben. Später änderte sie ihre Meinung aber.

Während des Vorwahlkampfes unterstützte die Frau mit den schlohweißen Haaren ihren Sohn trotz ihres hohen Alters sogar mit Auftritten. In einem Interview machte sie deutlich, dass sie Donald Trump für einen ungeeigneten Kandidaten halte. Sie verstehe nicht, wie Frauen ihn wählen könnten, sagte sie mit Blick auf verachtliche Kommentare Trumps über die Moderatorin Megyn Kelly. Jeb Bush galt am Anfang des Rennens als Favorit, schied dann während der Vorwahlen aber früh aus.

kry/dpa



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