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17. Oktober 2012, 17:21 Uhr

Zeremonie in Oslo

EU-Trio nimmt Friedensnobelpreis entgegen

Die Spitzen der drei EU-Institutionen vertreten die Europäische Union bei der Verleihung des Friedensnobelpreises: José Manuel Barroso, Herman Van Rompuy und Martin Schulz werden an der Zeremonie am 10. Dezember in Oslo teilnehmen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Brüssel/Oslo - Der Streit über die Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember in Oslo ist beigelegt: Die Spitzen der drei EU-Institutionen - Kommission, Parlament und Rat - werden die Auszeichnung für die Europäische Union gemeinsam entgegennehmen. Das sind EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der Präsident des Rates, Herman Van Rompuy, sowie Europaparlamentspräsident Martin Schulz.

Dies bestätigte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel: "Alle drei Präsidenten werden der Zeremonie beiwohnen." Damit erfüllt die Kommission eine Forderung von SPD-Chef Gabriel, der sich für eine Teilnahme seines Parteifreundes Schulz starkgemacht hatte. "Martin Schulz ist der Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger Europas", hatte Gabriel seinen Vorschlag begründet, der auch von Vertretern der FDP unterstützt wurde.

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Preisverleihung an die EU am vergangenen Freitag hatte die Kommission noch erklärt, lediglich Barroso und Van Rompuy nach Oslo schicken zu wollen. Später waren aus der EU-Kommission auch Vorschläge gekommen, ausgewählte Bürger aus allen 27 EU-Ländern zur Verleihung nach Norwegen reisen zu lassen.

Eine endgültige Entscheidung darüber, was mit dem Preisgeld in Höhe von rund 930.000 Euro passieren soll, steht noch aus. Aus Reihen der EU-Kommission heißt es, dass der Betrag wahrscheinlich an eine Wohltätigkeitsorganisation weitergereicht werde.

syd/dpa

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